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Gronaus Ortsvorsteher Karl-Peter Schäfer (links) berichtet Interessierten und Rendels Ortsvorsteher Ehrhard Menzel (Zweiter von links) über die Planungen.

Die Planungen für den Radweg laufen

  • VonPatrick Eickhoff
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Bad Vilbel/Karben (wpa). Es ist ein Thema, das sowohl Rendeler als auch Gronauer seit Jahren beschäftigt: Ein Radweg soll endlich her. Zwar sind es vom einen in den anderen Stadtteil nur drei Kilometer, aber einen richtigen Weg gibt es nicht. Die Landstraße? Zu gefährlich. Wer aus Rendel nach Frankfurt möchte, fährt derzeit oft mit dem Bus nach Groß-Karben, um dort in die S 6 umzusteigen.

Näher wäre der Gronauer Bahnhof und ein Umstieg in die Regionalbahn 34. Ein Radweg würde das deutlich vereinfachen.

Die beiden Ortsvorsteher Ehrhard Menzel (Rendel) und Karl-Peter Schäfer (Gronau) berichteten bei einer Radtour der CDU Karben von den Planungen. Rund 750 000 Euro werde der Wetteraukreis, für den Schäfer in seiner Funktion als Kreisausschussmitglied sprach, in die Anbindung investieren. Derzeit werden Grundstücke dafür gekauft.

Kostenvoranschlag angefragt

Auf Anfrage dieser Zeitung berichtet Schäfer, dass bei Hessen Mobil ein Kostenvoranschlag für den Radweg angefragt ist. »Das ist Voraussetzung für den Förderantrag.« Wo der Weg verlaufen werde, sei noch nicht abschließend entschieden. »Das wird vor allem abhängig von der Grundstücksverfügbarkeit sein.« Dementsprechend lasse sich auch noch nicht abschätzen, wann es denn losgehe.

Auch Karbens Bürgermeister Guido Rahn (CDU) bestätigt: »Es ist weiterhin das Ziel der Städte Karben und Bad Vilbel, dass entlang der Kreisstraße 247 zwischen Gronau und Rendel ein Radweg gebaut wird, um diese Lücke zwischen beiden Städte endlich zu schließen und die RB 34 besser anzubinden.« Die Stadt Karben habe mehrere Varianten für einen möglichen Radweg geprüft. Im April habe es ein Abstimmungsgespräch mit dem Kreis und der Stadt Bad Vilbel gegeben, um eine mögliche Wegeführung zu besprechen. »Der Wetteraukreis sollte hierzu eine naturschutzrechtliche Klärung herbeiführen, ob ein parallel zur K 247 geführter Radweg gebaut werden kann beziehungsweise mit welchem Planungsaufwand im Bereich des Natur- und Landschaftsschutzes hier zu rechnen ist.« Rahn sagt, dass eine Führung des Radwegs östlich der K 247 Priorität haben sollte, da so eine Querung der K247 in Höhe Scharmühle entfallen könnte. »Parallel dazu sollte Bad Vilbel die Verfügbarkeit der benötigten Grundstücke prüfen.« Die Stadt Bad Vilbel habe allerdings mitgeteilt, dass die östlich der K 247 liegenden Grundstücke in Privatbesitz sind und teilweise nicht erworben werden können. Auf der Westseite hingegen bestünde die Möglichkeit, benötigte Flächen zu erhalten. »Für einen straßenbegleitenden Radweg - was die schnellste und direkteste Anbindung wäre - ist der Wetteraukreis zuständig. Unabhängig von der finalen Wegeführung hat die Stadt Karben bereits mehrere Flächen erworben, beispielsweise gut 10 000 Quadratmeter Parzellen auf Rendeler Gemarkung direkt entlang der Kreisstraße zwischen Rendel und Gronau«, so Rahn.

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