Die Dauerparker sind weitergezogen

Da stehen sie aufgereiht, entlang der Zeppelinstraße in Massenheim. Zwar sind auch einige Kleinwagen auf dem Parkstreifen zu sehen, doch fällt die Anzahl der abgestellten Anhänger und teils auch Wohnmobile sofort ins Auge – ein ziemliches Ärgernis für den Ortsbeirat des Bad Vilbeler Stadtteils. Im Sommer 2018 hatte die Straßenverkehrsbehörde auf Anraten des Gremiums Schilder am Parkplatz am Ende der verlängerten Homburger Straße aufgestellt, oberhalb von Fußballplatz und Kita also. Sie sollten darauf hinweisen, dass die dortigen Stellflächen ausschließlich für Autos genutzt werden dürfen. So hofften die Stadtteilpolitiker, Dauerparker, wegen denen für Sportfans und Eltern oft Parkplätze gefehlt hatten, zu verschrecken.

Da stehen sie aufgereiht, entlang der Zeppelinstraße in Massenheim. Zwar sind auch einige Kleinwagen auf dem Parkstreifen zu sehen, doch fällt die Anzahl der abgestellten Anhänger und teils auch Wohnmobile sofort ins Auge – ein ziemliches Ärgernis für den Ortsbeirat des Bad Vilbeler Stadtteils. Im Sommer 2018 hatte die Straßenverkehrsbehörde auf Anraten des Gremiums Schilder am Parkplatz am Ende der verlängerten Homburger Straße aufgestellt, oberhalb von Fußballplatz und Kita also. Sie sollten darauf hinweisen, dass die dortigen Stellflächen ausschließlich für Autos genutzt werden dürfen. So hofften die Stadtteilpolitiker, Dauerparker, wegen denen für Sportfans und Eltern oft Parkplätze gefehlt hatten, zu verschrecken.

Die Beschilderung zeigte Wirkung, doch hat sich die Problematik nicht aufgelöst, sondern nur verlagert: "Die Anhänger stehen jetzt alle im Gewerbegebiet an der Straße", weiß die Ortsvorsteherin Irene Utter (CDU). "Die Leute mieten keinen Parkplatz für ihre Anhänger", beschreibt sie. Denn das deutsche Gesetz sieht vor, dass die Anhänger insgesamt 14 Tage unbewegt auf öffentlichen Parkflächen stehen dürfen. Warum also für einen privaten Parkplatz zahlen? "Wichtig ist es uns erst mal, dass der Parkplatz im verlängerten Ende der Homburger Straße nicht mehr betroffen ist. Die Leute parken dort und wollen ihre Kinder zum Fußballfeld bringen. Da hat es schon sehr gestört, wenn Anhänger die Plätze belegt haben", erinnert sich Utter. Dass das Gewerbegebiet nun von den abgestellten Anhängern betroffen sei, sei zwar besser als die vorherige Situation, doch das Problem teils illegal und dauerhaft abgestellter Anhänger bleibt bestehen.

"Momentan können wir nicht viel mehr dagegen machen", gesteht die Ortsvorsteherin ein. "Natürlich wäre es besser, wenn jeder einen Parkplatz für seinen Anhänger mieten würde, aber so müssen wir eben regelmäßig Knöllchen verteilen." Einige mietbare Parkplätze würden in Massenheim angeboten, weiß sie. Utter versichert weiterhin, dass die Fahrzeuge vor Ort momentan häufig kontrolliert würden. Denn das ist die einzige Möglichkeit, die die Stadt hat, um die Dauerparker in ihre Schranken zu weisen. Hat sich ein Anhänger zwei Wochen lang nicht bewegt, gibt es eben einen Strafzettel: "Der Trick den Anhänger nur ein paar Zentimeter zu bewegen, funktioniert außerdem nicht. Das fällt sofort auf und da achtet das Ordnungsamt sehr drauf", meint Utter. Doch ist schon beim Blick auf den Parkstreifen in der Zeppelinstraße kaum zu ermessen, welch Aufwand das für das Ordnungsamt istt. Schließlich müssen die verdächtigen Fahrzeuge markiert werden, um später feststellen zu können, ob der Parkplatz wirklich zu lang genutzt wird.

Irene Utter hofft, dass Anhängerbesitzer nach dem dritten oder vierten Knöllchen merken, dass ein gemieteter Parkplatz auf Dauer sogar günstiger wäre. Die abgestellten Anhänger abzuschleppen, sei die letzte Option – und generell nicht so einfach: "Nach den Knöllchen wird der Halter erst mal angeschrieben und informiert. Die Stadt kann erst später tätig werden und die Anhänger dann gegebenenfalls abschleppen lassen."

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