Ich bin dann mal weg

  • vonChristine Fauerbach
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"Lehrerin ist für mich auch noch nach 36 Jahren im Schulbetrieb der Traumberuf. Heute sind die Kinder zwar schwieriger als früher, ich freue mich aber trotzdem immer wieder darauf, in eine Klasse zu gehen. Ein reiner Verwaltungsjob wäre für mich nichts gewesen", sagt Evelyn Neumann. Sie ist 1952 in Frankfurt geboren, in Bad Vilbel aufgewachsen, gehörte am Georg-Büchner-Gymnasium zum ersten Abiturjahrgang. Nach drei Semestern Architekturstudium an der Offenbacher Hochschule für Gestaltung wechselt sie an die Goethe-Universität, um Deutsch, Geschichte und Kunst fürs Lehramt an Grundschulen zu studieren. "Das war mein Wunsch-Studiengang." Dem ersten Staatsexamen 1976 folgt das Referendariat an der Dortelweiler Grundschule. Nach dem zweiten Staatsexamen 1978 gab es keine Stellen für Grundschullehrer. Sie zieht nach Wiesbaden, unterrichtet als Angestellte in Büttelborn und heiratet. Nach der Geburt der Tochter 1981 und einem halben Jahr Elternzeit, zieht sie wieder nach Bad Vilbel. Und bekommt im Februar 1982 eine beamtete Stelle an der Saalburgschule. Auch nach der Geburt ihres Sohnes 1984, arbeitet sie weiter als Klassenlehrerin. Ab 1998 ist sie Konrektorin, wird 2000 Schulleiterin.

"Lehrerin ist für mich auch noch nach 36 Jahren im Schulbetrieb der Traumberuf. Heute sind die Kinder zwar schwieriger als früher, ich freue mich aber trotzdem immer wieder darauf, in eine Klasse zu gehen. Ein reiner Verwaltungsjob wäre für mich nichts gewesen", sagt Evelyn Neumann. Sie ist 1952 in Frankfurt geboren, in Bad Vilbel aufgewachsen, gehörte am Georg-Büchner-Gymnasium zum ersten Abiturjahrgang. Nach drei Semestern Architekturstudium an der Offenbacher Hochschule für Gestaltung wechselt sie an die Goethe-Universität, um Deutsch, Geschichte und Kunst fürs Lehramt an Grundschulen zu studieren. "Das war mein Wunsch-Studiengang." Dem ersten Staatsexamen 1976 folgt das Referendariat an der Dortelweiler Grundschule. Nach dem zweiten Staatsexamen 1978 gab es keine Stellen für Grundschullehrer. Sie zieht nach Wiesbaden, unterrichtet als Angestellte in Büttelborn und heiratet. Nach der Geburt der Tochter 1981 und einem halben Jahr Elternzeit, zieht sie wieder nach Bad Vilbel. Und bekommt im Februar 1982 eine beamtete Stelle an der Saalburgschule. Auch nach der Geburt ihres Sohnes 1984, arbeitet sie weiter als Klassenlehrerin. Ab 1998 ist sie Konrektorin, wird 2000 Schulleiterin.

"Ich habe mich an der Saalburgschule wohl gefühlt, meine Kollegen zuvor befragt, ob sie mit mir als Rektorin einverstanden wären. Ich war von Anfang an in der Lage, mich in die Rolle des Personalrates zu versetzen", sagt die Gewerkschafterin. Sie ist seit 1998 im Gesamtpersonalrat der Lehr-kräfte in Friedberg aktiv. "Das hat mir geholfen, an meiner Schule mit 20 Kollegen und 270 Schülern ein partnerschaftliches Verhältnis auf Augenhöhe zu entwickeln. Das ist manchmal schwierig, aber mit Transparenz und Kommunikation lassen sich Entscheidungen gut vermitteln." Ihr Ziel ist und war es, dass Kinder ihre Grundschuljahre mit Freude verbringen. Damit sie gestärkt mit bildungs- und erzieherischen Grundlagen versehen, in weiterführende Schulen gehen. "Ich will meine Schüler zu kritischen und selbstständigen Menschen erziehen." Deshalb wird Mitbestimmung an der Saalburgschule großgeschrieben. Die Schüler werden in die Neuanschaffung von Büchern und Spielgeräten einbezogen. Die Klassensprecher der Jahrgangsstufen drei und vier treffen sich einmal im Monat mit ihr zum Informationsaustausch. Und sie führen für sie Umfragen zu Themen wie "Wie schmeckt das Mensaessen?" oder "Wer kommt mit dem Rad zur Schule?" in ihren Klassen durch.

Stolz ist Evelyn Neumann auf den guten Ruf der Saalburgschule bei Eltern, die stets die gute Vorbereitung ihrer Kinder beim Wechsel auf weiterführende Schulen loben. Mit Blick auf den neuen Lebensabschnitt sagt sie: "Ich muss lernen loszulassen, mich zurückzunehmen. Damit habe ich noch Schwierigkeiten." Sie liest viel, vor allem Romane und Krimis, und morgens lange und ausführlich Zeitung in Papierform. Und arbeitet gern im Garten. "Seit drei Jahren bin ich Oma, habe zwei Enkel, freue mich darauf, mit ihnen noch mehr Zeit verbringen zu können als bisher. Und darauf, künftig außerhalb der Schulferien in Urlaub zu fahren." Heute wird sie in "ihrer" Schule offiziell verabschiedet.

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