Im BFW werden seit mehr als 45 Jahren Menschen, die sich beruflich neu orientieren müssen, qualifiziert. 	FOTO: FAUERBACH
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Im BFW werden seit mehr als 45 Jahren Menschen, die sich beruflich neu orientieren müssen, qualifiziert. FOTO: FAUERBACH

Prüfung nicht in Gefahr

Bad Vilbel: Corona-Fall in wichtiger Einrichtung - Gerüchte in Sozialen Netzwerken

  • vonChristine Fauerbach
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Corona-Fall am Berufsförderungswerk in Bad Vilbel. Sind jetzt die Prüfungen in Gefahr? Posts in den sozialen Netzwerken verunsichern die Teilnehmer. Doch Geschäftsführerin Maria Kling gibt Entwarnung.

Bad Vilbel (cf). Die Zahl der seit Beginn der Pandemie nachgewiesenen Fälle von Corona-Infektionen im Wetteraukreis lag am Montag bei 609, das sind 15 mehr als am Freitag. Die Neuinfektionen wurden aus Bad Nauheim (3), Bad Vilbel (3), Büdingen (5), Butzbach (1), Echzell (1), Friedberg (1) und Karben (1) gemeldet.

Einer dieser Fälle kommt aus dem Berufsförderungswerk (BFW) Frankfurt am Main in Bad Vilbel. Dort nehmen zurzeit 850 Menschen aus ganz Hessen an einer beruflichen Rehabilitation teil. Seit Ausbruch der Corona-Pandemie sind dem BFW Einzelfälle bekannt, die sich zu Hause mit dem Erreger infiziert, aber nicht am Unterricht im BFW teilgenommen haben. Jetzt ist ein neuer Fall aufgetreten wie Geschäftsführerin Maria Klink informiert: »Erstmals wurde ein Teilnehmer, der zweimal je fünf Stunden am Unterricht im BFW teilnahm, positiv getestet worden.« Am Mittwoch erhielt der Teilnehmer Infos, dass Familienmitglieder positiv getestet wurden. »Er hat sich nach dem Erhalt der Nachricht sofort an unseren Arzt gewandt, hat nach Absprache mit ihm das BFW verlassen und sich testen lassen«, sagt die Geschäftsführerin.

Am frühen Freitagabend erhielt er die Information, dass er infiziert ist. Was er umgehend dem BFW meldete. Der Infizierte nimmt im BFW mit 14 anderen an einer Ausbildung zum Büromanager teil. Einige Teilnehmer aus der Gruppe ließen sich inzwischen ebenfalls testen. Alle bekamen einen negativen Bescheid. Trotzdem sei die Verunsicherung unter den beruflichen Rehabilitanden groß. Die Mundpropaganda und die Gerüchteküche in den sozialen Medien werden ständig mit neuen Pseudoinformationen angeheizt. Zudem »hat die Gruppe, zu der der Corona-Infizierte gehört, heute (Dienstag, 29. 9.) den ersten Prüfungsteil der Abschlussprüfung. Da vermischt sich bei einigen Teilnehmern die Angst vor der Prüfung mit der Angst, sich angesteckt zu haben.« Wer heute nicht an der Prüfung teilnimmt, muss ein halbes Jahr warten, um sie zu absolvieren.

Maria Klink fragte bei der IHK Friedberg nach, ob der Termin verlegt werden kann. Das wurde abgelehnt, da es sich um einen bundeseinheitlichen Prüfungstermin handelt. Viele aus der Gruppe wollten unbedingt den Termin wahrnehmen. Maria Klink betont: »Wir haben keine besorgniserregende Situation am BFW.« Sie hat sich am Samstag im Gesundheitsamt des Wet-teraukreises ausführlich informiert. »Das Gesundheitsamt hat die Gruppe als »Kontaktpersonen der zweiten Kategorie« eingestuft. Das heißt, die Gruppenmitglieder können an der Prüfung teilnehmen und es gibt keinen Anlass für verpflichtende Tests oder eine Quarantäne wie für Angehörige der Kategorie eins.«

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