Oliver Junker Verkehrspolitischer Sprecher
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Oliver Junker Verkehrspolitischer Sprecher

CDU: Bad Vilbel soll Fahrradstadt werden

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Bad Vilbel(pm). In Sitzungen, Workshops und auf Grundlage der Umfrage "#VilbelFragen" hat die Bad Vilbeler CDU Wege erarbeitet, die die Quellenstadt in Sachen Mobilität voranbringen sollen, teilt die Partei in einer Pressemitteilung mit. Nachdem sich die Union im ersten Teil ihrer Serie dem Autoverkehr gewidmet hat, geht es nun um Bad Vilbel als Fahrradstadt. In zwei weiteren Teilen folgen noch "Bus und Bahn" und "Zu Fuß unterwegs".

Fahrradparkhaus am Bahnhof

Sicher, bequem und möglichst direkt mit dem Fahrrad durch Bad Vilbel: Das sei der Anspruch der CDU. "Viel hat sich in den vergangenen fünf Jahren getan. Wichtige Verbindungen wurden neu geschaffen und bestehende Trassen saniert. Darauf wollen wir uns aber nicht ausruhen - im Gegenteil", sagt der stellvertretende CDU-Vorsitzende und Bad Vilbeler Verkehrsdezernent, Sebastian Wysocki.

Die CDU wolle Bad Vilbel zu einer noch fahrradfreundlicheren Stadt weiterentwickeln. "Die Stadt entwickelt sich weiter, und deshalb wollen wir nicht auf dem Status quo stehen bleiben. Neben dem innerstädtischen Radverkehr legen wir weiterhin einen Schwerpunkt auf die interkommunalen Verbindungen zu unseren Nachbarstädten", so Wysocki.

Die Fahrradstadt Bad Vilbel brauche nach Aussage der CDU mehr sichere und komfortable Fahrradabstellplätze. "Deshalb wollen wir in einer gemeinsamen Initiative mit Handel, Sportvereinen und Gastronomie die Zahl der Abstellplätze erhöhen. Dort wo Menschen länger verweilen, soll es auch E-Lademöglichkeiten geben. Perspektivisch wollen wir am Bahnhof in Bad Vilbel ein Fahrradparkhaus auf der Ostseite errichten", sagt Wysocki. Auch rund um die Neue Mitte und die neue Stadthalle werden bald viele neue Stellplätze hinzukommen.

Ein wichtiges Bauvorhaben ist nach Ansicht der CDU der Radschnellweg zwischen Frankfurt und der Wetterau. Die Partei setze sich deshalb dafür ein. Die Stadt beteilige sich an einer entsprechenden Machbarkeitsstudie. "Radschnellverbindungen sind wichtige Bausteine, um den Radverkehr noch attraktiver zu machen. Dank ihnen können Pendler mit dem Rad über die Stadtgrenzen hinaus zügig, komfortabel und sicher vorankommen", meint Oliver Junker, verkehrspolitischer Sprecher der CDU. Durch diese "Premium-Routen" werde das Klima geschont, die Luftqualität verbessert und das Straßennetz entlastet.

Mehr Markierungen und Piktogramme

Für den Radverkehr seien auch sichere Querungsmöglichkeiten wichtig. Deshalb: sollten nach Ansicht der CDU an sämtlichen Radwegen die vorhandenen Bordsteine abgesenkt werden. Hierzu soll eine Prioritätenliste erarbeitet und in den Ortsbeiräten beraten werden.

Auch setze sich die CDU für mehr Markierungen und Piktogramme auf den Bad Vilbeler Straßen und Wegen ein, um die Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen. "Wir wollen den begonnenen Weg konsequent fortsetzen und sämtliche Fahrradwege, dort wo sie Straßen kreuzen, farblich markieren. Ebenso wollen wir mit Piktogrammen auf der Fahrbahn deutlich machen, wo das Radfahren gegen die Fahrtrichtung einer Einbahnstraße erlaubt ist", sagt Wysocki. Die CDU will sich zudem dafür einsetzen, dass noch mehr Betriebe und Institutionen Mitglied im Rad-Service-Netzwerk werden.

Ein weiteres Ziel: sogenannte Elektro-Kleinstfahrzeuge als Fortbewegungsmittel etablieren. "Mittlerweile fahren rund vier Millionen E-Bikes auf Deutschlands Straßen, und auch E-Scooter drängen auf den Markt: Sie sind auch in Bad Vilbel immer häufiger zu sehen", sagt Junker. Diese Fahrzeuge könnten im Kurzstreckenbereich als Ersatz für das Auto dienen und somit Straßen wie Umwelt entlasten. Sie erleichterten zudem das Erreichen weiterer Verkehrsmittel wie Bus und Bahn. "Wir wollen deshalb prüfen, wie wir diese Art der Mobilität abseits von mehr Ladestationen weiter fördern können", sagt Junker.

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