Clemens Breest und seine Grünen-Parteikollegen freuen sich über das neue Carsharing-Angebot der Stadtwerke. 	FOTO: PRIAVT
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Clemens Breest und seine Grünen-Parteikollegen freuen sich über das neue Carsharing-Angebot der Stadtwerke. FOTO: PRIAVT

Mit Carsharing gegen die Autoflut

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Bad Vilbel (pm). Ab dem heutigen 15. Januar startet das neue Carsharing-Angebot Vilcar der Stadtwerke Bad Vilbel. 22 unterschiedliche Fahrzeuge stehen den Bürgern in einem engmaschigen Stationsnetz in allen Stadtteilen zur Verfügung. Die Grünen begrüßen das Engagement der Stadtwerke in diesem für sie neuen Geschäftsfeld, teilen sie mit.

Clemens Breest, Vorsitzender der Grünen und einer der ersten Nutzer des Vilcar erklärt: »Für die Stadtwerke Bad Vilbel ist es in der gegenwärtigen Zeit ein mutiger Schritt. Für die Bürger Bad Vilbels die günstige Alternative zum eigenen Auto. Und zusammen ergibt dies ein wichtiges Element für die notwendige Verkehrswende in Bad Vilbel.«

Seit Jahren steige die Anzahl der Autos, die Länge der Staus und die Wut über mangelnde Parkplätze. Aufgrund dieser Entwicklung hätten die Grünen bereits vor über vier Jahren mehr Carsharing-Angebote gefordert, heißt es in der Pressemittelung. Aufgrund der Grünen-Initiative sei damals in Dortelweil-West unter anderem ein Carsharing-Fahrzeug am Kultur- und Sportforum zur Verfügung gestellt und dankbar angenommen worden.

Ein Parkplatz pro Familie

»Ein Carsharing-Fahrzeug macht jeden Zweit- oder gar Drittwagen in der Familie überflüssig. und es reicht wieder ein Parkplatz pro Familie«, erläutert Kathrin Anders, Fraktionsvorsitzende und Spitzenkandidatin der Grünen.

Die Vilbeler Grünen sehen in dem vielfältigen Carsharing-Angebot in Bad Vilbel die Chance, sowohl das Autoaufkommen als auch die Autonutzung zu mindern. Dadurch würde es nicht nur einen positiven Effekt für den Stadtverkehr, sondern auch für Umwelt und Klima geben. Untersuchungen würden zeigen, dass regelmäßige Carsharing-Nutzer insgesamt weniger mit dem Auto, dafür mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Fahrrad unterwegs seien.

Damit Carsharing einen effektiven Beitrag zur Verkehrswende leisten könne, brauche es neben der Bereitschaft der Bürger auch eine sinnvolle Ergänzung durch Angebote von Bus und Bahn sowie für den Fahrradverkehr.

Clemens Breest berichtet aus eigener Erfahrung: »Bad Vilbel hat das Potenzial, ohne eigenes Auto vollkommen mobil sein zu können. Dieses Potenzial gilt es in den nächsten Jahren den Bürgern zu erschließen. Vilcar ist ein wichtiger Beitrag dafür.« Die Grünen möchten das Casharing-Angebot in den nächsten Jahren weiter ausbauen. Parallel solle das Angebot des Vilbusses verbessert und die Radverkehrs-Infrastruktur weiter ausgebaut werden. »Das Mobilitätsangebot der Stadt soll den Besitz eines eigenen Autos, zumindest eines Zweitwagens, überflüssig machen. Das entlastet den innerstädtischen Verkehr und es reicht wieder, pro Wohnung nur ein statt zwei Parkplätze vorzuhalten«, sagt Kathrin Anders.

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