Direkter Draht zum Rathaus: Der Online-Ereignismelder der Stadt Bad Vilbel wird vor allem für kleinere Anliegen genutzt. FOTO: NIKLAS MAG
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Direkter Draht zum Rathaus: Der Online-Ereignismelder der Stadt Bad Vilbel wird vor allem für kleinere Anliegen genutzt. FOTO: NIKLAS MAG

Homepage der Stadt Bad Vilbel

Bürger-Anfragen über Bad Vilbeler Homepage

  • vonNiklas Mag
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Schon seit 2013 gibt es die Möglichkeit, auf der Webseite der Stadt Bad Vilbel Anfragen oder Ereignisse auf einer speziell dafür vorgesehenen Unterseite der Stadt-Homepage einzureichen. Wie wird dieses Angebot genutzt? Und wie werden eingehende Anfragen bearbeitet? Auf Facebook äußern die Vilbeler Bürger gemischte Gefühle.

U sability" ist so ein neudeutsches Wort, das die Benutzerfreundlichkeit eines Programms, einer Webseite oder einer App beschreibt. Wer den Anfrage- oder Ereignismelder auf der Webseite der Stadt Bad Vilbel schon einmal benutzt hat, dürfte über die Bedienbarkeit positiv überrascht gewesen sein. Der Benutzer wird erst gebeten, einen Themenbereich auszuwählen. Grünflächen, Verkehrszeichen und Schilder oder die Abfallentsorgung stehen dabei beispielsweise zur Wahl. Diese angeklickt, öffnen sich weitere Dialogfelder. Das zu meldende Problem kann nun in aller Form beschrieben und auf einer interaktiven Karte markiert werden. Auch Dateien können über die Unterseite hochgeladen werden.

An Mitarbeiterweitergeleitet

Doch was genau geschieht hinter den Kulissen, wenn ein Problem eingereicht wird? "Kommt eine Ereignismeldung herein, so wird diese im System dem zuständigen Mitarbeiter zugeleitet", berichtet Stadtsprecher Yannick Schwander. "Über die Seite sind seit 2013 rund 360 Meldungen eingegangen", fährt er fort. Weitere Meldungen kamen über die "Vilapp", genaue Zahlen könne er hier allerdings nicht nennen. "Unser Mitarbeiter loggt sich ein, um entsprechende Meldungen einzusehen. Danach folgt die Weiterleitung an Kollegen oder die Bearbeitung", schildert Schwander. Zumeist gebe es für den meldenden Bürger dann eine Zwischennachricht, dass sich die Meldung in der Bearbeitung befinde.

In verschiedenen Facebook-Gruppen, in denen Tausende Bad Vilbeler über Themen rund um die Stadt diskutieren, sind die Meinungen zum Ereignismelder recht durchwachsen. Sicherlich sind Facebook-Kommentare immer aus weiter Ferne zu betrachten, doch finden sich in den Gruppen einige Nutzer, die sich über die Nicht-Bearbeitung ihrer eingereichten Anfrage beschweren. Dagegen stehen andere, die erzählen, zwar nicht immer eine Rückmeldung erhalten zu haben, doch seien ihre Anregungen, etwa das Zurückschneiden von Büschen, immer innerhalb von wenigen Wochen bearbeitet worden. Ob bei den negativen Kommentaren Ungeduld seitens der meldenden Vilbeler im Spiel ist oder die Anfragen tatsächlich nicht bearbeitet wurden, ist von außen nicht zu beurteilen.

Manchmal mit etwas Verspätung

Schwander erläutert, angesprochen auf die Facebook-Kommentare: "Da es keine direkte Umleitung auf ein E-Mail-Konto gibt, kann es passieren, dass ein Kollege erst mit etwas Verspätung die Ausführung der Bearbeitung als abgeschlossen meldet oder meldet, was mit der Anfrage geschehen ist". Das liege dann jedoch nicht daran, dass nichts passiert sei, sondern dass ein entsprechendes Bearbeiten nur in diesem System möglich sei und daher je nach Einloggen ein wenig Zeit zwischen der tatsächlichen Bearbeitung und der Meldung vergehen könne.

Von den Bürgern werden über das Anfrage- und Ereignismanagement vor allem kleinere Dinge gemeldet. Die Bewohner der Quellenstadt bleiben mit ihren Anregungen und Anfragen eher traditionell: "Der Großteil der Anfragen, die in der Stadtverwaltung eingehen, erfolgen nach wie vor über E-Mail, per Telefon oder über ein Schreiben per Post", weiß Schwander.

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