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Freuen sich auf die Premiere des Kinder-Musicals »Das Dschungelbuch« (v. l.): Regisseur Christian Voss, Raphael Koeb, Krisha Dalke und Sonja Herrmann.

Bad Vilbeler Burgfestspiele

Bühne frei für »Das Dschungelbuch«

  • vonNiklas Mag
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Nach mehreren Jahren kehrt »Das Dschungelbuch« nach Bad Vilbel zurück. Das Musical für Kinder ab fünf Jahre wurde einst speziell für die Burg-Bühne komponiert. Und auch drei Darsteller von damals sind wieder mit dabei. Trotzdem ist vieles neu.

W elche Abenteuer der kleine Mowgli im Dschungel erlebt, muss nicht mehr groß dargelegt werden. Die Geschichte von dem kleinen Jungen, der vom Panther Bagheera und dem Bären Baloo großgezogen wird, ist allen Altersgruppen bekannt. Nun kehrt das einst speziell für Bad Vilbel komponierte Musical zurück auf die Burg-Bühne.

Regisseur Voss ist Festspiel-Dauergast

»Wir haben damals sehr lange nach einem Komponisten gesucht. Als wir Jan Radermacher dann gefunden hatten, stand schon ein Großteil der Besetzung fest«, erinnert sich Regisseur Christian Voss. »Aber das war gar nicht schlecht, denn so konnten die Stücke speziell auf die Darsteller zugeschrieben werden.« Raphael Koeb mimte bereits 2013 Panther Bagheera, Sonja Herrmann begeisterte als divenhafte Schlange Kaa und Krisha Dalke spielte den jungen Mowgli. »Das werde ich dieses Mal nicht mehr machen. Die Rolle übernimmt Lukas Schwedeck«, erzählt Dahlke. »Ich bin mittlerweile aus dem Rollenalter etwas herausgewachsen und habe einen Bart. Für uns alle war klar, dass das dieses Mal nicht geht. In zehn Jahren kann ich dann vielleicht Baloo spielen«, lacht er.

Als wichtiger Part dieser Bad Vilbeler Inszenierung von Christian Voss ist Krisha Dalke aber nicht wegzudenken und übernimmt deshalb den Geier Chil. »Raphael, Sonja und Krisha gehören generell immer zu meinem Ensemble, wenn sie Zeit haben«, verrät Voss.

»Das Dschungelbuch« sei damals das erste Musical gewesen, das er inszeniert habe. Seitdem ist Voss Dauergast in Bad Vilbel und eines von vielen wiederkehrenden Gesichtern, die regelmäßig in Bad Vilbel zu sehen sind. Dazu gehören auch die drei genannten Darsteller sowie noch weitere Akteure.

200 Zuschauer sind zugelassen

Die Proben seien in diesem Jahr jedoch anders abgelaufen. Grund dafür ist die Corona-Pandemie. Seit Ende April probt das Ensemble »und das immer mit ausreichend Abstand«, betont Voss. Bei den Burgfestspielen stehe glücklicherweise eine große Freiluftbühne zur Verfügung, die es einfacher mache, dass die Darsteller sich nicht zu nahe kommen. »So wie wir das ganze Stück jetzt spielen, schadet die ganze Situation dem Stück kein bisschen. Man kann auch problemlos über 1,50 Meter eine Situation zwischen zwei Figuren erzeugen«, weiß der Regisseur. Für die Choreografin Kerstin Ried hingegen seien die Abstandsregelungen eine größere Herausforderung gewesen, doch habe man überall passende Lösungen gefunden. »Aber davon merkt das Publikum natürlich nichts«, sagt Voss.

Bühnenbild und Kostüme sind ebenfalls von der Urfassung vor acht Jahren übernommen worden, einer gelungenen Premiere am kommenden Sonntag steht damit nichts mehr im Wege. »Und wir sind das erste Theater in Hessen, das den Spielbetrieb wieder aufnimmt«, erklärt Ruth Schröfel, Dramaturgin bei den Burgfestspielen. »Vergangenes Wochenende haben wir vor knapp 100 Zuschauern gespielt, jetzt werden es 200. Natürlich ist das Platzangebot damit deutlich reduziert, aber besser 200 als keine Zuschauer«, findet sie.

Das geht den drei Darstellern genauso: »Es war wirklich eine extrem lange Durststrecke«, meint Koeb. »Wir stehen alle das erste Mal seit Monaten wieder auf einer Bühne und freuen uns total«, sagt er unter Zustimmung seiner Kollegen. Das Hygienekonzept funktioniere gut, die Darsteller werden regelmäßig getestet. »Das gibt einem selbst auch noch mal ganz viel Sicherheit. Und jetzt geht es endlich wieder los.« Alle drei Darsteller und Regisseur Voss freuen sich, wieder in Bad Vilbel spielen zu können: »Hier wird sich toll um die Darsteller gekümmert, und der Ensemble-Gedanke wird großgeschrieben«, meint Dalke. Herrmann findet: »Alle sind viel offener, weil man sich ja schon kennt.«

Am morgigen Samstag findet um 15 Uhr die öffentliche Generalprobe für »Das Dschungelbuch« statt, Premiere ist am Sonntag um 12 Uhr. Montag wird um 12 Uhr gespielt, Dienstag wieder um 10 Uhr. Das Platzangebot ist wegen der Corona-Pandemie begrenzt. Karten sind unter www.kultur-bad-vilbel.de oder im Kartenbüro der Burgfestspiele, Tel. 0 61 01/55 94 55 zu erhalten. nma

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