Brunnenschule gewinnt "Trialog"-Wettbewerb

Bad Vilbel/Bad Homburg (pe). Zum zweiten Mal nach 2005 hat die Brunnenschule unter den hessischen Schulen den 1. Platz belegt im Wettbewerb "Trialog der Kulturen", den die Herbert-Quandt-Stiftung ausgeschrieben hat.

Am Donnerstagnachmittag haben einige Schüler und Lehrer den Preis aus den Händen des Geschäftsführers des Gemeinnützigen Kulturfonds Frankfurt/Rhein-Main und ehemaligen Vorstands der Quandt-Stiftung, Dr. Albrecht Graf zu Kalnein. Der Gewinn ist mit 9000 Euro dotiert. Die Brunnenschule hat sich gegen mehrere andere hessische Schulen durchgesetzt.

In seiner Laudatio sagte Graf zu Kalnein, das verflixte siebte Jahr sei für die Bad Vilbeler Brunnenschule nicht zum Fiasko, sondern zum Erfolgsjahr geworden. Seit ihrer ersten Teilnahme 2005 seien sieben Jahre vergangen, in denen sich die Schule regelmäßig mit dem Trialog der Kulturen beschäftigt habe. Jedes Jahr stehe unter einem anderen Thema, zu dem die einzelnen Klassen arbeiten. In Plenumsveranstaltungen hätten die Schüler die einzelnen Bausteine zusammengetragen, "und am Ende des Schuljahres krönt eine trialogische Projektwoche den Arbeitsprozess".

Mit Christof Paul gewerkelt

Im Schuljahr 2011/2012 habe die Schule ihrem Namen alle Ehre gemacht: "Gemeinsam mit dem Bildhauer Christof Paul wurde gemeißelt, gehämmert, gewerkelt und geschwitzt. Ein Brunnen für die Brunnenschule entstand! Er soll den erneuerungsbedürftigen Schulhof schmücken."

Auch im Innern des Schulgebäudes sei emsig gearbeitet worden, so Kalnein weiter. Die neue Mensa habe ein trialogisches Gesicht erhalten: "Wer sie betritt, sieht einen Festtagskalender der abrahamischen Religionen. Eine Fotoausstellung gewährt einen Einblick, wie verschiedene Lehrer Feste feiern, sei es Taufe, Hochzeit, Weihnachten oder andere Lebensfeste. Mit der Mensa hat die Schule eine interkulturelle Begegnungsstätte geschaffen, in der Festveranstaltungen, gemeinsame Essen und Vorträge stattfinden, wie z.B. über die Bedeutung des Wassers in den drei Religionen." Die Brunnenschule habe mithin das diesjährige Wettbewerbsthema "Meine, deine, unsere Welt – wie gestalten wir die Zukunft" wörtlich genommen und in der Lebenswelt der Schüler, Lehrer und Eltern verwirklicht."

Ausschlaggebend für die Jury waren nach Angaben des Laudators die lebensnahe Umsetzung des Themas und vor allem die Verinnerlichung des Trialoggedankens. "So kann man die Brunnenschule mit Fug und Recht eine Trialogschule nennen."

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