Wer die Vorgaben zur Holzlagerung nicht einhält, muss mit einem Verwaltungs- und Bußgeld rechnen. FOTO: KGG
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Wer die Vorgaben zur Holzlagerung nicht einhält, muss mit einem Verwaltungs- und Bußgeld rechnen. FOTO: KGG

Brennholzlagerung nur unter Voraussetzungen

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Bad Vilbel(pm). In der jüngeren Vergangenheit hätten sich die Anzeigen von Brennholzlagerungen, baulichen Anlagen und Ablagerungen aller Art im Außenbereich gehäuft, allen voran in den Streuobstwiesen, teilt die Stadt Bad Vilbel mit. Diese Flächen genießen allerdings einen besonderen Schutz und sollen vor negativer Beeinflussung bewahrt werden. Brennholzablagerungen würden dieser Zielsetzung nicht entsprechen, heißt es.

Bei einer Lagerung von Brennholz für den Eigenbedarf im Außenbereich der Ortslagen gebe es einige Voraussetzungen zu beachten. Diese sind:

Eigenbedarf:Die Lagerung außerhalb des Waldzusammenhanges und außerhalb der bebauten Ortslage dürfe nur für den Eigenbedarf erfolgen, informiert die Stadt. Gelagert werden darf nur unbehandeltes Holz aus Forstwirtschaft und Landschaftspflege in Form von geschichteten Stapeln. Die maximale Höhe und Breite der Stapel darf zwei Meter, die maximale Länge zehn Meter nicht überschreiten. Pro Haushalt und Flurstück sind maximal 40 Raummeter als gelagerte Menge zulässig. Bei mehr als zehn Raummetern pro Flurstück sei eine naturschutzrechtliche Genehmigung und die Zustimmung der Gemeinde erforderlich.

Bauholz:Bau- und Abbruchholz sowie Paletten etc. dürfen nicht gelagert werden.

Landschaftsbild:Die Lagerung muss sich in das Landschaftsbild einfügen. Die Abdeckung auf der Oberseite des Holzstapels ist mit umweltneutralen Materialien in gedeckter Farbe oder mit dunkler, UV-beständiger Folie zulässig, wenn darüber eine mindestens einreihige Holzabdeckung erfolgt.

Sonstige Vorschriften:Es sind weitere öffentlich-rechtliche Vorschriften zu beachten. Zum Beispiel ist eine Lagerung innerhalb besonders geschützter Biotope wie beispielsweise Streuobstwiesen nicht erlaubt, genauso ist in Naturschutzgebieten und in wasserrechtlich geschützten Bereichen wie Überschwemmungsgebieten, Gewässerrandstreifen, etc keine Lagerung erlaubt. In Landschaftsschutzgebieten und Natura-2000-Gebieten (Vogelschutzgebiete und FFH-Gebiete) kann die Lagerung in der Regel geduldet werden, bedarf aber immer der Genehmigung durch die Untere Naturschutzbehörde.

Kein Zaun:Das Einzäunen der Lagerplätze und das Errichten von festen Lagerschuppen ist grundsätzlich nicht zulässig.

Gewerbliche Lageung:Bei gewerblicher Holzlagerung ist grundsätzlich ein Baugenehmigungsverfahren erforderlich.

Als zuständige Behörde habe der Wetteraukreis diese Hinweise über die Liegenschaftsverwaltung der Stadt Bad Vilbel an alle Eigentümer entsprechender Flächen noch einmal weitergegeben, informiert die Stadt. Sollte es auf solchen Flächen zu Ablagerungen von Brennholz kommen, die nicht den Vorgaben entsprechen, können die Eigentümer diese entweder entfernen oder aber eine nachträgliche Genehmigung etwaiger Zustände einzuholen. Bei dauerhafter Nichteinhaltung der Vorgaben und nicht genehmigter Zustände drohe ein Verwaltungs- und Bußgeldverfahren.

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