Sebastian Wysocki (Mitte) zeigt den Vilbelern die vor wenigen Wochen fertiggestellte Wiesengasse.
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Sebastian Wysocki (Mitte) zeigt den Vilbelern die vor wenigen Wochen fertiggestellte Wiesengasse.

Stadtverkehr

Stadtspaziergang in Bad Vilbel: Entwicklung der Frankfurter Straße im Fokus

  • VonNiklas Mag
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Es sind nicht wenige Vilbeler, die sich zum Stadtspaziergang mit dem Verkehrsdezernenten und Ersten Stadtrat Sebastian Wysocki (CDU) zum Rundgang treffen. Thema: Die Frankfurter Straße.

Bad Vilbel – Am sogenannten Biwer-Kreisel geht der Rundgang los. »Wir hätten eigentlich schon vor längerem eine Infoveranstaltung gemacht, aber die Pandemie kam dazwischen«, begrüßt Sebastian Wysocki die Anwesenden. Vom genannten Kreisverkehr bis zur Rathausbrücke zieht sich die umfassende Baumaßnahme, deren erste fertiggestellte Teilbereiche bereits zu sehen sind. Die Stichstraßen, welche die Frankfurter Straße mit der Nidda verbinden, sind allesamt bereits umgebaut und neu gepflastert.

»In den kommenden zwei Jahren werden außerdem alle Bänke und Papierkörbe ausgetauscht und vereinheitlicht«, kündigt der Verkehrsdezernent an. Vor der Woolworth-Filiale sollen die Parkplätze ausgetauscht werden. Kopfparkplätze werden an dieser sehr wilden Stelle zu Längsparkplätzen, erläutert er weiter. »Dadurch und durch klar markierte Radwege wird es hier deutlich übersichtlicher werden.« Doch die Umwandlung der Parkplätze verfolge noch ein weiteres Ziel: »Der motorisierte Individualverkehr kriegt nicht mehr die Beachtung wie in der Vergangenheit.«

Stadtspaziergang in Bad Vilbel: Verbindung zwischen Frankfurter Straße und Uferweg wichtig

Die Wiesengasse sei nicht nur während der Bauarbeiten in der Frankfurter Straße eine wichtige Verbindung zum Nidda-Uferweg. »Dieser ist mittlerweile auf über drei Meter Breite ausgebaut und bietet Fußgängern und Radfahrern eine Alternative zur Frankfurter Straße«, weiß der Erste Stadtrat. Lucia André von der SPD findet: »Allerdings wissen auch Fahrer kleiner Lastwagen, das hier jetzt mehr Platz ist. Ich denke, hier könnten einige Pflanzenkübel nicht schaden, sieht auch noch schöner aus.« Sebastian Wysocki erklärt, man werde diese Anregung mitnehmen. Auch die Gehwege in der Frankfurter Straße werden sich verändern, wenn sie das bisher noch nicht getan haben. Wo genug Platz ist, entstehen künftig »Funktionsbänder«. Was sich hinter diesem bürokratisch anmutenden Begriff verbirgt, erklärt Wysocki seinen Zuhörern: »Bänke, Papierkörbe und Pflanzenkübel finden auf diesen Streifen dann Platz.« Immer wieder falle die Frage an, warum in der Frankfurter Straße nicht mehr Bäume gepflanzt werden.

Die Antwort hierfür sei einfach, betont er: »Das ist mit dem Untergrund nicht möglich. Dort liegen Gas-, und Stromleitungen, Kabel von der Telekom. Es ist kein Platz für die Wurzeln vorhanden.« Umgesetzt wurde bereits auch der Platz vor der Kunstschule. Gegenüber des Niddaplatzes, hinter dem Bäcker »Eiffler«, findet sich neben den Künstlern auch das Café »Breluba« und »Skull Tattoos«.

Stadtspaziergang in Bad Vilbel: Spezieller Bodenbelag vor der Bushaltestelle in der Frankfurter Straße

Der nördliche Teil der Frankfurter Straße ist ab diesem Monat dran. Am 11. Oktober soll es losgehen. Zwischen der Bushaltestelle vor dem Alten Rathaus und der Rathausbrücke wird in sieben Bauabschnitten das Pflaster ausgetauscht. Vor der Bushaltestelle werde ein spezieller Straßenbelag verwendet werden müssen, dem die Bremsungen des Busses nichts anhaben können. »Um die historischen Gebäude herum kommt ein Basaltpflaster, das ist vom Denkmalschutz so vorgegeben«, schildert Wysocki. »So kommt das neue Lichtkonzept dann auch gut zur Geltung, denn die Häuser werden von oben und unten angestrahlt.«

Masten an der Rathausbrücke sollen künftig die Weihnachtsbeleuchtung direkt vor der Brücke möglich machen, neue Radabstellanlagen folgen. »Dazu kommen Sitzbänke um die Bäume herum.« Bis auf das Pflaster wolle man an dem Platz vor dem Alten Rathaus nicht zu viel verändern, denn die Altstadtfeste der Gastronomen hätten gezeigt, findet der Verkehrsdezernent, wie gut der Platz bespielbar sei.

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