Betreuung für jedes Kind möglich

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Bad Vilbel(pm). Wochenlang durften nur sehr wenige Kinder die Kindertagesstätten in Bad Vilbel besuchen. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde lediglich ein Notbetrieb aufrechterhalten. Nach Pfingsten wird sich dies ändern. Ab Dienstag, 2. Juni, soll der eingeschränkte Regelbetrieb aufgenommen werden. Dafür gibt es Richtlinien, die die Mitarbeiter des städtischen Fachbereichs Soziale Sicherung erarbeitet haben, teilt die Stadt mit. Für Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) und Sozialdezernent Jörg-Uwe Hahn (FDP) ist das ein wichtiger Schritt in Richtung Normalität.

"Unter Beachtung aller nötigen Hygiene- und Abstandsregelungen können wir den Bad Vilbeler Eltern ein gutes Angebot machen, dass viele Eventualitäten und Situationen beachtet", erklären Hahn und Stöhr. Die Betreuungszeiten würden sowohl im Ü3-, als auch im U3-Bereich auf die Zeit von 8 bis 16 Uhr eingeschränkt. Dies hat den Hintergrund, dass die Randzeiten bisher schon personell nur dann leistbar gewesen seien, wenn Kinder aus verschiedenen Gruppen gemeinsam betreut wurden. "Diese gemeinsame Betreuung ist jedoch im Zuge der Einschränkungen so nicht möglich. Um ein Ansteckungsrisiko zu minimieren, dürfen keine Gruppen mehr vermischt werden. Mit dieser Maßnahme sorgen wir auch dafür, dass bei einem etwaig auftretenden Fall nicht die gesamte Kita in Quarantäne muss, sondern nur die jeweilige Gruppe. So stellen wir auch im Fall der Fälle eine Betreuung sicher", erläutert Hahn. Für alle Eltern, die das Randzeitenmodul gebucht haben, falle dieses nun erst einmal weg. Wer bislang ein kürzeres Modul, beispielsweise von 8 bis 14 Uhr, gebucht hat, könne auch weiterhin nur dieses Fenster nutzen.

Gruppen können variieren

Für den Ü3-Bereich gilt, dass alle Kinder in den festen Gruppen betreut werden, in denen sie auch vor Corona betreut wurden. Die Gruppengröße ist auf 13 Kinder, maximal aber 15 Kinder festgelegt. Durch die unterschiedlichen Betreuungsansprüche von Eltern könne die tägliche Gruppenzusammensetzung variieren. "Jede Gruppe wird von einer Fachkraft betreut. Zusätzlich wird eine zweite Fachkraft oder eine pädagogische Zusatzkraft einer Gruppe fest zugeordnet. Hier werden wir uns bemühen, diejenigen Fachkräfte einzusetzen, die auch vorher als Betreuungserzieher in den Gruppen waren", sagt Hahn.

Die Vergabe der Betreuungsplätze für den eingeschränkten Regelbetrieb erfolgt nach einer festen Reihenfolge: Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen, bei denen beide Elternteile berufstätig sind, haben einen Anspruch auf fünf Betreuungstage. Bei Vorschulkindern werde versucht, dass diese möglichst drei Tage in der Woche die Kita besuchen können. Alle weiteren Kinder in der Ü3-Betreuung sollen möglichst an zwei Tagen in der Woche die Kita besuchen können. "Die Gruppengröße von 13 bis 15 Kindern soll ausgeschöpft werden. Wir geben jedoch auch zu bedenken, dass aufgrund der personellen Ressourcen und der unterschiedlichen Anzahl von Kindern von Eltern aus systemrelevanten Berufen und der Anzahl von Vorschulkindern, die Anzahl der Betreuungstage pro Woche gruppen- und kitaübergreifend abweichen können", so der Sozialdezernent.

Stöhr ergänzt, dass für den Ü3-Bereich auf die Betreuungsgebühren verzichtet werden soll, mit Ausnahme der Eltern, die eine Betreuung an allen Wochentagen in Anspruch nehmen. "Wir haben mit dem Verzicht auf die Gebühren aufgrund des Notbetriebs schon sehr entgegenkommend reagiert und wollen diese Linie auch weiterfahren. Daher werden wir die Gebühren nur dann erheben, wenn eine volle Leistung in Anspruch genommen wird. Das Essens- sowie das Getränke-Frühstück-Bastelgeld wird für alle Eltern anteilig erhoben."

Für den U3-Bereich gelten die genannten Betreuungszeiten, auch dabei entfallen die Randzeiten, um eine Gruppenvermischung zu vermeiden. Es ist jedoch möglich, alle gemeldeten Kinder zu betreuen, da die Gruppengröße im U3-Bereich ohnehin bei maximal 12 Kindern liegt. "Im U3-Bereich werden die Betreuungsgebühren satzungsgemäß für die jeweils gebuchte Betreuungszeit, maximal aber von 8 bis 16 Uhr erhoben", erklären Stöhr und Hahn.

Abwesenheit melden

Für die städtische Hortbetreuung gilt, dass diese nach dem Ende der Betreuung in der Schule beginnt und spätestens um 16 Uhr endet. Auch hier werden die Kinder in festen Gruppen von maximal 15 Kindern betreut. Zunächst haben Kinder von Eltern aus systemrelevanten Berufen einen Anspruch auf fünf Betreuungstage. Alle weiteren Hort-Kinder sollen nach Möglichkeit an drei Tagen den Hort besuchen können. Die Betreuungsgebühren müssen anteilig entrichtet werden.

"Alle Eltern, die auf ihren Betreuungsanspruch in den städtischen Einrichtungen für einen gesamten Monat verzichten, müssen keine Gebühren zahlen. Wir bitten alle Eltern, eine längere Abwesenheit aufgrund von Urlaub oder Krankheit umgehend zu melden, damit wir anderen Kindern zusätzliche Betreuungstage anbieten können", sagt Hahn.

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