Baulücke wird verschwinden

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Wer am Bahnhof in Bad Vilbel ankommt, blickt auf einen Vorplatz mit einigen Lücken. Schön wirkt das nicht. Das soll sich aber in absehbarer Zeit ändern. Denn einstimmig haben die Mitglieder des Ausschusses für Planen, Bau und Umwelt einer Änderung des Bebauungsplans zugestimmt. Eine Bestätigung durch die Stadtverordnetenversammlung am kommenden Dienstag dürfte nur noch Formsache sein.

Wer am Bahnhof in Bad Vilbel ankommt, blickt auf einen Vorplatz mit einigen Lücken. Schön wirkt das nicht. Das soll sich aber in absehbarer Zeit ändern. Denn einstimmig haben die Mitglieder des Ausschusses für Planen, Bau und Umwelt einer Änderung des Bebauungsplans zugestimmt. Eine Bestätigung durch die Stadtverordnetenversammlung am kommenden Dienstag dürfte nur noch Formsache sein.

Dann wäre der Weg frei für den Bau eines Wohn- und Geschäftshauses. Es soll neben das bestehende gelbe Gebäude mit dem Bistro im Erdgeschoss gebaut werden. Die Pläne, die bereits im Ortsbeirat der Kernstadt ausführlich vorgestellt wurden, sehen im Erdgeschoss eine Einzelhandelsfläche von rund 80 Quadratmetern vor, und darüber Wohnungen (diese Zeitung berichtete). Da Carports und Stellplätze unzulässig seien, habe man sich für eine Tiefgarage mit Doppelparkern entschieden, informierte Planerin Jennifer Nikl vom Büro ROB aus Schwalbach.

Größere Tiefgarage

SPD-Fraktionsvorsitzender Christian Kühl beklagte sich, "dass wir uns dauernd mit Änderungen der Bebauungspläne befassen müssen". Leider werde in der Begründung nicht geschrieben, warum die Änderung des schon beschlossenen Bebauungsplans für den Bahnhofsvorplatz überhaupt notwendig sei. "Aber offenbar ist es so, dass der Investor seine Pläne geändert hat."

Thomas Reimann (FDP) meinte, die Änderungen ergäben sich aus der größeren Tiefgarage und der Überbauung der Gehwege. Maßgeblich sei aber die Optik, die nun gefälliger sei.

Erster Stadtrat Sebastian Wysocki sagte, die Planänderung erfolge, weil es eine höhere Ausnutzung des Grundstücks gebe. Das sei sehr klein und schwer zu bebauen. Zudem gebe es dort eine "vertrackte Leitungssituation". Diese müssten in das Gebäude verlegt werden. "An dieser Stelle ist die Bebaubarkeit stark eingeschränkt", sagte er.

Wysocki zeigte sich davon überzeugt, dass das geplante Wohn- und Geschäftshaus zu einer optischen Aufwertung des Entrees der Stadt beitrage. Im Übrigen wunderte er sich über die Äußerungen der SPD. "Wir haben doch immer die B-Pläne geändert, wenn der Investor neue Pläne vorgelegt hat." Für die stärkere Ausnutzung des Grundstücks fließe seitens des Investors auch mehr Geld in die Stadtkasse.

Peter Paul von den Grünen schlug den Bau eines Fahrradparkhauses vor. Wysocki sagte dazu, man habe gerade mit der Deutschen Bahn einen Vertrag geschlossen. Demzufolge werde man auf eigene Kosten auf dem DB-Gelände Fahrradabstellplätze errichten.

Auch Irene Utter, die CDU-Fraktionsvorsitzende, wunderte sich. "Immer rufen alle nach mehr Wohnraum, und wenn ein solches Gebäude in unmittelbarer Bahnhofsnähe dann ein Geschoss mehr bekommt, wird hier auch geschrien." Raimo Biere verspricht sich von dem neuen Gebäude "auch neuen Schwung für den Bahnhofsvorplatz und das Bistro/Café".

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