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So sieht die Planung für den Neubau des Bürgerhauses neben dem Feuerwehrhaus aus.

Bürgerhaus Heilsberg

Baubeginn 2023 realistisch

  • VonGeorgia Lori
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Beim Beteiligungsworkshop anlässlich des geplanten Bürgerhausneubaus auf dem Heilsberg ging es unter anderem um konkrete Zahlen und einen möglichen Baubeginn 2023.

S ebastian Wysocki (CDU), Erster Stadtrat und Baudezernent der Stadt Vilbel, erklärte gleich zu Beginn des Beteiligungsworkshops, dass es darum gehe, den geplanten Bürgerhausbau mit angeschlossener Kindertagesstätte öffentlich zu diskutieren. Das bestehende Georg-Muth-Haus soll ersetzt werden, da es unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten nicht mehr saniert werden kann. Derselbe Komplex soll auf der Freifläche neben dem Feuerwehrgerätehaus neu entstehen und in Form eines zweigeschossigen L-Flügels vergrößert werden.

Laut Gutachten gibt es keine Bedenken zur Umnutzung des Geländes. Empfohlen wird jedoch ein Bodenaustausch auf den Spielflächen der Kinder bis zu einem Meter Tiefe mit sogenanntem Mutterboden. Auf Anraten der ehemaligen Ortsbeiratsmitglieder Hartmut Schrade und Jens Völker (beide CDU) wurde bereits 2016 ein Raumprogramm erstellt und ein Modell gebaut. Das Raumprogramm wurde 2019 noch einmal initiiert. Es stellt sich so dar, dass in der Kita drei Gruppenräume im unteren Bereich für 25 Kinder im Bereich der über Dreijährigen geplant sind. Im zweiten Stock gibt es zwei Gruppenräume für unter Dreijährige, für je zwölf Kinder und eine altersgemischte Gruppe mit 25 Kindern. In die Kita integriert sind unter anderem ein Bistrobereich und ein Elternbesprechungszimmer, auch für Angebote des Familienzentrums.

Im Bürgerhaus ist ein rund 300 Quadratmeter großer Saal vorgesehen, der mittels Trennsystem kleinere Kollegräume ermöglicht. Auch ein 96 Quadratmeter großes Foyer ist geplant. »Das alles ist noch kein konkreter Architektenplan. Die Stadtwerke, die das Vorhaben umsetzen, haben eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben«, sagte Wysocki.

Bevor die Architektenleistung ausgeschrieben werden soll, werde mit den Bürgern über noch zu berücksichtigende Anforderungen diskutiert. Laut Wysocki sind etwa 2200 Quadratmeter Gesamtfläche für das Bürgerhaus und die Kita vorgesehen, mit etwa 20 Pkw-Stellplätzen mit E-Lademöglichkeiten und Abstellflächen für Fahrräder. Die Stadtwerke seien aktuell mit einer Ausschreibung für Architekturbüros beschäftigt. »Realistisch ist, dass man 2023 bauen wird. Eine aufwendige Gründung wird notwendig sein, da das Gebäude auf einer aufgefüllten Fläche errichtet wird, sodass ein tragfähiger Untergrund erst bei acht Meter Tiefe gegeben ist«, sagte Wysocki.

Er rechnet mit mindestens einem Jahr Bauzeit. Michael Rudolphi (FDP) fragte nach den zu erwartenden Kosten. Wysocki sprach von etwa 7,5 Millionen Euro, kann sich jedoch eine zweistellige Summe im Millionenbereich aufgrund der Baukostensteigerung und zusätzlicher Gründungskosten vorstellen. Ein Teil der Kosten soll aus dem Verkauf der Flächen des Muth-Komplexes zur Refinanzierung beitragen. Auf Anfrage von Petra Schärpf (Grüne) soll der Einbau einer Regenwasserzisterne für die Bewässerung der Außenanlage geprüft werden.

Tiefgarage zu teuer

Kulturamtsleiter Claus-Günther Kunzmann gab zu bedenken, dass der Lagerbedarf vergrößert werden könnte - auch im Außenbereich für Winterdienst und Grünpflege. Rudolphi bemängelte die Platzierung der Toilettenanlagen im ersten Stock, die für Behinderte nicht zugänglich seien. Ein zweiter Fluchtweg fehle.

Die Kapazität der Parkplätze ist laut Schrade ausreichend, der Bau einer Tiefgarage zu kostenintensiv. Weitere Vorschläge waren die Dreiecksfläche zwischen Parkplatz und Fahrradparkplatz für den Wochenmarkt auch multifunktional zu nutzen. Es wurde auch hinterfragt, ob man im Bürgerhaus einen geschlossenen Küchenbereich schaffen kann, mit Nutzung einer gewerblichen Spülmaschine.

Ohne Stolperkante

Auf Anregung des Ortsbeirates könnte die Ausrichtung eines Wochen-und Weihnachtsmarktes auf dem Außengelände erfolgen. Ein Festplatzschrank mit der Möglichkeit für Strom und Wasser auf dem Vorplatz sowie eine Bodenhülse für den Heilsberger Weihnachtsbaum sollen gegeben sein. Gewünscht werden ein ebenerdiger Ausgang des Saales auf den Vorplatzbereich ohne Stolperkante sowie Bestuhlungspläne in unterschiedlicher Form. Die öffentliche WC-Anlage soll am Bürgerhaus integriert und von außen zugänglich sein.

Geprüft werden soll der U3-Bereich im Erdgeschoss, wegen der Erreichbarkeit und Mobilität der Kleinkinder sowie die Verschattung im Außenbereich der Kita.

Die Heilsberger wünschen sich zudem die Platzierung des Weihnachtsmarktes am Bürgerhaus mit allen technischen Voraussetzungen für die Marktbeschicker und die Durchplanung des Platzes als zentralen, ansprechenden Ort. »Aus Sicht der FDP ist es wichtig, dass wir einen Standort für den Wochenmarkt finden, der fußläufig erreichbar und zentral ist«, sagt Rudolphi. Der Wunsch kam auch auf, die Innenräume des Bürgerhauses in Kombination mit der Freifläche bei Festen und Flohmärkten zu nutzen.

Der Name des Georg-Muth-Hauses soll auf den Neubau des Bürgerhauses transferiert werden. Die Kita soll weiterhin »Villa Wichtelstein« heißen.

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