"Bauamt geht auf Bürgerwünsche ein"

Bad Vilbel (pm/ach). "Auch wenn der Aufstellungsbeschluss und die ersten Pläne die Zustimmung der Stadtverordneten erhalten haben, schauen wir uns alle Anregungen der Bürger genau an und nehmen sinnvolle Anregungen auf. Die Bebauung des Nordbahnhofvorplatzes wird optimiert", so Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr.

Geplant ist, den Vorplatz des Bahnhofs mit einer Bebauung durch klare Kanten zu fassen. Rund um den neu zu gliedernden Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) sollen nach dem Bebauungsplanentwurf an der Süd- und Westseite Häuser entstehen, in denen sich im Erdgeschoss Einzelhandel ansiedeln kann, der für eine Belebung des Platzes sorgen soll. Dies solle aber nicht in Konkurrenz zur Innenstadt geschehen, darauf wolle die Stadt bei der Auswahl der Geschäfte achten, was insoweit erneut eine gute Zusammenarbeit mit dem Gewerbering darstelle, wie Stöhr betonte.

Oberhalb der Einzelhandelsgeschäfte sei die Nutzung durch Arztpraxen, Kanzleien oder auch Büros geplant. Es bestehe aber auch die Möglichkeit, die obersten Etagen als Wohnungen an dem städtischen Platz nutzbar zu machen.

Haushöhe acht Meter

Im nun überarbeiteten Bebauungsplanentwurf gehe die Verwaltung auf Anwohneranregungen konkret ein. Die umfangreichste Änderung betreffe die maximale Höhe der Bebauung in Richtung der angrenzenden Häuser in der Seestraße, die von zwölf auf nun acht Meter Gebäudehöhe reduziert werden solle, was den Höhen vieler umliegender Gebäude entspreche. In Richtung des Omnibusbahnhofs dürfen die Gebäude die Höhe als Äquivalent zum Bahnhofsgebäude erreichen.

Zudem erfolge eine Strukturierung der Fassade durch Vor- und Rücksprünge, um diese durch ihre Länge nicht zu wuchtig wirken zu lassen. Ein weiterer Einwand der Anwohner sei die Befürchtung der Zunahme des Individualverkehrs. Die Stadt wolle das Problem lösen, indem die Wilhelmsstraße in Zukunft als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen wird. Außerdem soll die geplante Tiefgarage, die Geschäftskunden und Pendler nutzen könnten, nur über den zentralen Bahnhofsplatz anzufahren sein – Ein- und Ausfahrt der Garage würden somit nicht umliegende Straßen tangieren.

Die Neufassung des Omnibusbahnhofs solle die verschiedenen Haltestellen am Bahnhofsplatz nun zentral bündeln. Dies vor allem, um die Umsteigemöglichkeiten besser zu fassen und damit auch die Orientierung für Ortsfremde zu erleichtern. Zudem sollen weitere Unterstellmöglichkeiten für die Nutzer des ÖPNV geschaffen werden.

"Mit der Bebauung des Vorplatzes des Nordbahnhofs wird in der nächsten Zeit ein weiterer städtischer Platz neu gestaltet. Dies ist der logische, nächste Schritt nach der beachtlichen Investition der Stadt in die neue barrierefreie und moderne Bahnhofsunterführung. Dies freut uns vor allem, weil jener nicht unbedingt zu den ansehnlichsten und beliebtesten bei der Bürgerschaft und den Nutzern der Bahn zählt. Mit den genannten Änderungen gehen wir konkret auf die Wünsche der Anwohner ein, um auch sie von den städtebaulich sinnvollen Maßnahmen der Neugestaltung des Platzes zu überzeugen", so Bauamtsleiter Erik Schächer.

Info-Gespräch

Man wolle die Änderungen, die sich aufgrund der frühzeitigen Bürgerbeteiligung ergeben haben, erläutern, so Schächer. Um die Anwohner genauer über die konkreten Änderungen des Bebauungsplans zu informieren und die Entscheidungen nach den Wünschen der Anwohner darzulegen, habe das Bauamt diese zu einem Informationsgespräch eingeladen.

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