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Fröhliche Gesichter bei der Einweihung der neuen Ampelmännchen an der Kasseler Straße (von links): Niddas Bürgermeister Hans-Peter Seum, Bad Nauheims Rathauschef Klaus Kreß, Thomas Pfeiffer (Vorsitzender des Bad Vilbeler Kneipp Vereins), Stadtrat Udo Landgrebe, Bürgermeister Thomas Stöhr, Peter Wolf (stellvertretender Vorsitzender des Kneipp-Bunds Hessen), Erster Stadtrat Sebastian Wysocki und Linda Pfeiffer.

„Wasserdoktor“ Kneipp

Bad Vilbel bekommt zwei neue besondere Ampelmännchen

  • VonPatrick Eickhoff
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Zum 200. Geburtstag bekommt „Wasserdoktor“ Pfarrer Sebastian Kneipp in Bad Vilbel seine erst zweite Fußgängerampel in Deutschland.

Bad Vilbel – In Bad Vilbel regelt ab sofort Pfarrer und »Wasserdoktor« Sebastian Kneipp den Fußgängerverkehr an der Kasseler/Dieselstraße. Zum 200. Geburtstag des Naturheilkundlers freut sich die Quellenstadt nach Bad Nauheim über die bundesweit erst zweite Ampel mit der Silhouette Kneipps. »Darauf können wir sehr stolz sein«, sagte Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU) bei der feierlichen Einweihung der Männchen.

Und dazu war »mehr los, als wenn Spatenstiche für Großprojekte gesetzt werden«, stellte Bad Nauheims Rathauschef Klaus Kreß fest. Das sei auch schon in Bad Nauheim so gewesen. Schließlich seien es oft die kleinen Dinge, die die Menschen bewegen. Er richtete ein Grußwort an alle anwesenden »Kneippianer und Kneippianerinnen«. Dem schloss sich Niddas Bürgermeister Hans-Peter Seum an und versprach: »Wir sind bereits in der Planung für die Ampel bei uns.« Denn: Die drei Städte haben sich vor rund einem Jahr zusammengetan. Als »Kneipp-Bäderdreieck« wollen Bad Vilbel, Bad Nauheim und das zu Nidda gehörende Bad Salzhausen bei den Themen Wellness und Prävention enger zusammenarbeiten. Die drei Bürgermeister begrüßten vor allem die anwesenden Mitglieder des hiesigen Kneipp-Vereins. »Die Ampel steht bewusst dort, wo viel los ist«, sagte Stöhr, der den Überweg an der Kasseler/Dieselstraße als »Haupteingangstor vom Bahnhof in Richtung Innenstadt« bezeichnete«.

Bad Vilbel: „Ein echter Vorreiter in Sachen Ampel“

Peter Wolff, stellvertretender Vorsitzender des Kneipp-Bunds Hessen, schlüpfte zur Einweihung in traditioneller Pfarrerskluft in die Rolle des »Wasserdoktors« »Zum 200. Geburtstag bin ich reich beschenkt worden«, sagte er. »Die Wetterau ist mit Bad Nauheim und Bad Vilbel ein echter Vorreiter in Sachen Ampel.« Er fügte an, dass es aber ruhig mehr werden könne. »Ich will mich nach Herzenslust öfter umziehen.«

Für den Kneipp-Verein Bad Vilbel ergriff anschließend Vorsitzender Thomas Pfeiffer das Wort. »Wir machen auf einen ganz besonderen Menschen aufmerksam«, sagte er. Die Ampelmännchen-Aktion sei eine Art »Kneipp reloaded«. »Ich freue mich auf alles, was noch kommt.«. Anwesend war auch Helga Wegner - Mitbegründerin und viele Jahre Vorsitzende des Vereins. Stolz blickte sie auf die beiden Ampelmännchen. Das rote Licht zeigt einen stehenden, das grüne Licht einen gehenden Pfarrer. »Sieht gut aus«, sagte sie. Bürgermeister Thomas Stöhr erzählte anschließend, dass das mit den Vorgaben gar nicht so leicht gewesen sei. »Es muss klar definiert sein, wann der Pfarrer läuft und wann er steht.«

Neue Ampel in Bad Vilbel: Nicht alles einfach umzusetzen

Grafisch umgesetzt hat das Projekt Oliver Latta in seiner Bad Nauheimer Designagentur Explomedia. »Die traditionellen 33 Knöpfe auf dem Gewand waren zu schwierig umzusetzen«, verriet er mit einem Augenzwinkern.

Einen Vorschlag zum Abschluss lieferte noch Peter Wolff. »Die Ampel ist ja ganz schön, aber hier könnte man ja noch einen Barfußpfad errichten«, sagte er. Im lauten Gelächter aller Anwesenden ergänzte Bürgermeister Thomas Stöhr: »Ich glaube, dass das für alle Autofahrer dann sehr schwierig wird.«

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