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Autos rollen über Ersatzstraße

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Die Großbaustelle am Viadukt.
Die Großbaustelle am Viadukt. © Antje Christ. Grunenberg-Heuer

Bad Vilbel (ach). Aufgrund des Baus der drei neuen Kreisel in der Homburger Straße müssen Autofahrer und alle anderen Verkehrsteilnehmer ihre gewohnten Bahnen verlassen. So wurde die von der Stadt angekündigte Behelfsstraße an der Bahnunterführung in Betrieb genommen.

Sie hatte gebaut werden müssen, weil die neue Straßenführung bei fließendem Verkehr entstehen soll. Es handele sich quasi um eine »Operation am offenen Herzen«, hatte Stadtsprecher Bastian Zander die Situation beschrieben.

Die Decke der eigentlichen Homburger Straße wird derzeit abgefräst. Östlich der Bahnunterführung in Richtung Innenstadt haben die Verkehrsteilnehmer nun schon einen Behelfskreisel zu befahren. Die Ampeln an der Einmündung der Homburger in die Kasseler Straße wurden abgeschaltet – die Verkehrsteilnehmer müssen sich nun in den fließenden Verkehr einfädeln. Weggefallen ist damit auch der Blitzer in der Kasseler Straße sowie die Verkehrsinsel.

Die Größe des jetzt erst mal provisorisch in der Kasseler Straße angelegten Kreisels wird auch später so bleiben, sagte Zander. Im gestrigen »Jour Fix« im Feuerwehrstützpunkt hätten sich zwei Bürger sogar lobend über den Kreisverkehr geäußert, berichtete Zander. Insgesamt seien drei Bürger zur Sprechstunde gekommen, die immer donnerstags um 15 Uhr im Feuerwehrstützpunkt in der Saalburgstraße stattfinden solle, solange die Bauarbeiten andauern.

Zander betonte, die Stadt wolle wegen der Großbaustelle im Dialog mit den Anliegern und Verkehrsteilnehmern bleiben.

Behelfsampel für Fußgänger

Nicht ganz so einfach haben es die Grundschüler, die sich nun auch mit der neuen Verkehrssituation in der Homburger Straße und einer Behelfs-Fußgängerampel anfreunden müssen. Hinzu kommt, dass die großen Baufahrzeuge und Bagger die Situation an der Einmündung der Straße Am Sportfeld in die verbliebene Homburger Straße derzeit etwas unübersichtlich machen.

Aber auch alle anderen Schüler aus dem Schulzentrum müssen sich nun an andere Wege gewöhnen, die sich im Laufe des Baufortschritts, wie angekündigt, auch immer mal wieder ändern werden.

Das Viadukt selbst ist weiterhin über provisorisch angelegte Fußgängerüberwege (Zebrastreifen) überquerbar – mit der kleinen Änderung, dass die Straße nun zweimal überquert werden muss. Die Bushaltestellen in der Homburger Straße wurden nur geringfügig um wenige Meter verlegt.

Dieser zweite Bauabschnitt soll bis Ende des Jahres dauern. Bis dahin sollen die zwei Kreisel westlich des Bahnviadukts fertiggestellt sein. Als dritter Bauabschnitt folgt dann der Bau des dritten Kreisels östlich der Bahnüberführung in der Kasseler Straße.

Zanders Fazit angesichts der neuen Verkehrssituation fällt positiv aus. Es sei nicht zum Verkehrsinfarkt gekommen, worüber man sehr froh sei. Man habe sich logistisch demzufolge offenbar richtig auf diese Großbaustelle vorbereitet. Es habe bislang keinerlei Beschwerden gegeben.

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