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Linda Pfeiffers Lieblingsplatz ist das Gelände rund um die Halfpipe auf dem Bad Vilbeler Heilsberg.

Lieblingsplatz

Ausblick auf Natur und Sport

  • VonChristine Fauerbach
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Linda Pfeiffer ist ein Fan des Bad Vilbeler Christenecks mit Dirt-Bike-Bahn, Wiesen und Russenwäldchen. Sie genießt den Ausblick ins Tal, auf Felder, Städte und den Taunus ebenso wie die Kunststücke der Radkünstler.

Warum denn in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah«, sagt sich Linda Pfeiffer. In Anlehnung an Goethes bekannte Verse hat sie ihren Lieblingsplatz vor ihrer Haustür auf dem Bad Vilbeler Heilsberg gefunden. Nicht ganz unschuldig daran ist ihre Jack-Russel-Terrier-Hündin Lilly (11).

»Mein Lieblingsplatz ist das Gelände rund um die Dirt- Bike-Bahn auf dem Christeneck. Er liegt auf unserer täglichen Spazier- und Radfahrstrecke. Von hier hat man nicht nur einen tollen Ausblick auf den Taunus, sondern bekommt von den Dirt-Bike-Fahrern zudem ein kostenfreies Sportprogramm mit coolen Sprüngen geboten.«

Immer jemanden zum Reden

In unmittelbarer Nähe baut die Stadt das neue Jugendhaus und damit auch fehlende sanitäre Anlagen für das Gelände, auf dem neben der bestehenden Dirt-Bike-Bahn noch ein Multifunktionsplatz für weitere sportliche Freizeitaktivitäten entstehen soll. »Es ist ein sehr abwechslungsreicher Platz, der zum Sporttreiben und zum Verweilen einlädt. Bei schönem Wetter genieße ich die wunderbare Sicht bis zum Taunus mit all den kleinen und großen Ortsteilen oder Städtchen davor«, sagt die Sport- und Pressewartin des örtlichen Kneipp-Vereins. Ein Vorteil des Platzes sei, dass dort immer ein leichter Wind gehe, was besonders bei schwülem Wetter angenehm ist. Ein Nachteil sei der Verkehrslärm von der unterhalb liegenden Bundesstraße.

Rechts vom Christeneck liegt das Russenwäldchen. »Vormittags kann man auf dem Christeneck wie auch im Russenwäldchen ungestört die Natur und die Wildtiere genießen, Hasen, Kaninchen, Falken, Bussarde, manchmal sogar Rehe und auch mal einen Fuchs beobachten.« Mittags seien meist Hundehalter mit ihren Vierbeinern anzutreffen. »Da kommt man schnell ins Gespräch.« Aber auch Nachbarn und andere Heilsberger kommen auf ihren Spaziergängen an der Dirt-Bike-Bahn vorbei, und es gibt immer reichlich Gesprächsstoff.

Nachmittags ist die Dirt-Bike-Bahn ein Eldorado für Kinder und Jugendliche. »Mutige kleine und große Artisten zeigen hier ihr Können bei Slalom und Kurvenfahren oder waghalsigen Sprüngen. Wenn ich wieder Kind wäre, würde ich ganz sicher dabei sein. Als Teenager war ich eine begeisterte Skateboardfahrerin. Heute erfreue ich mich am Zuschauen«, sagt die 58-Jährige. Sonntags liegt der Platz auf ihrer Laufstrecke. Und er ist um sieben Uhr morgens - »da sind wir meist allein« - Treffpunkt für die Walkinggruppe des Kneipp-Vereins. In den Sommerferien starten hier neben Walkern auch Radfahrer zu ihren Touren. Abends genießt Linda Pfeiffer an ihrem Lieblingsplatz vor allem die traumhaft schönen Sonnenuntergänge oder beobachtet fasziniert, wie sich über dem Taunus wilde Wolkenkonstallationen bilden. Bei jedem Wetter, ob Sonnenschein, Regen, dunkle Wolken oder Nebel den Himmel beherrschen, sei der Ausblick grandios. »Manchmal sieht man Oberursel, Bad Homburg oder Friedrichsdorf ganz klar in der Ebene unter sich liegen, dann wieder schemenhaft und verschwommen.«

Eine Pause auf ihrem Spaziergang oder einer kurzen Radtour legt sie meist auf der Bank oberhalb des im Bau befindlichen Jugendhauses oder direkt vor der Dirt-Bike-Bahn auf einer mitgebrachten Decke ein. »Hier kann ich nach einem anstrengenden Tag abschalten, durchatmen, entspannen und genießen.« Zudem sind die Wiesen rund um die Dirt-Bike-Bahn ideal, um unterschiedliche Gräser und Blumen für einen Strauß zu pflücken. Hier wachsen Disteln, Labkraut, Klee, Storchenschnabel; Margeriten, Spitzwegerich und viele weitere Pflanzen. »Ich genieße die Natur, die Ruhe und den Ausblick. Man fühlt sich hier ein wenig wie der liebe Gott. Ich erhole mich, lasse meinen Gedanken freien Lauf, um dann gestärkt und zufrieden wieder mit Lilly den Heimweg anzutreten.«

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