Andreas Marcks hospitiert in Kenia

  • vonChristine Fauerbach
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Andreas Marcks aus Massenheim ist neun Wochen in Kenia gewesen. Dort hat er an der Special School for Mentally Handicapped in Eldoret ein Praktikum absolviert. Zurückgekehrt ist der 24-Jährige aus seinem Urlaubssemester mit vielen neuen Erfahrungen und Einblicken. Er studiert an der Frankfurter Goethe-Uni Lehramt für Förderschulen. "Nach meinem Abitur habe ich ein freiwilliges soziales Jahr in einem inklusiv arbeitenden Waldkindergarten gemacht und festgestellt, dass mir die Arbeit mit Kindern viel Freude macht", erzählt er. Berührungsängste mit Behinderten hat er keine. "Ich habe einen schwerstbehinderten Onkel."

Andreas Marcks aus Massenheim ist neun Wochen in Kenia gewesen. Dort hat er an der Special School for Mentally Handicapped in Eldoret ein Praktikum absolviert. Zurückgekehrt ist der 24-Jährige aus seinem Urlaubssemester mit vielen neuen Erfahrungen und Einblicken. Er studiert an der Frankfurter Goethe-Uni Lehramt für Förderschulen. "Nach meinem Abitur habe ich ein freiwilliges soziales Jahr in einem inklusiv arbeitenden Waldkindergarten gemacht und festgestellt, dass mir die Arbeit mit Kindern viel Freude macht", erzählt er. Berührungsängste mit Behinderten hat er keine. "Ich habe einen schwerstbehinderten Onkel."

Der Kontakt zur Schule entstand über den Partnerschaftsverein Eldoret-Bad Vilbel. "Ich wohnte dort im nahe gelegenen Gästehaus, wurde von der Schule bestens betreut, habe an Wochenenden Ausflüge mit dem Schulbuchhalter in den Nationalpark Masai Mara unternommen. Ich hatte nie das Gefühl, allein zu sein", erzählt Marcks. "Kenia ist ein wunderschönes Land mit einer großen landschaftlichen Vielfalt und freundlichen, warmherzigen Menschen." Er sei in eine völlig fremde Kultur eingetaucht. Kennengelernt habe er ein "entschleunigtes Leben".

Nachdem er eine Woche die Schule, den Ablauf mit Gebeten, dem Singen der Nationalhymne, Hissen der Nationalflagge kennenlernte, durfte der Gast aus Deutschland die Lehrer beim Unterricht unterstützen. "Leider konnte ich nicht allein eine Klasse unterrichten, weil viele der 130 Kinder kaum Englisch sprechen. Die Lehrer übersetzen alles in die Bantusprache Kisuaheli. Einige Schüler verstehen selbst diese nicht."

Die Lehrer seien auf einem modernen Stand. "Für die Möglichkeit, die sie haben, leisten sie eine sehr gute Arbeit." Die Ein-stufung der Kinder erfolgt in Klassen nach mentaler Leistungsfähigkeit, das Alter spiele keine Rolle. In einer weiteren Klasse werden Schüler auf das Arbeitsleben in der Holzwerkstatt oder Näherei vorbereitet. Auf dem Stundenplan der Eingangsklassen stehen Rechnen, Schreiben, Lesen und Aktivitäten wie Körperhygiene und Schuhe putzen. "Die Kinder lernen mit bunten Plastikflaschenverschlüssen oder Bauklötzen Rechnen, nachdem sie diese nach Farben sortieren können", erzählt Marcks. Zusätzlich lernen alle im Fach Agrarwissenschaften eigenes Getreide und Mais anzubauen, die beiden Schulkühe zu melken und Hühner zu versorgen. Im zweiwöchigen Wechsel wird erklärt, wie Computer, Laptop und Beamer benutzt werden. Das Schul- und Unterrichtsmotto laute: "Hilfe zur Selbsthilfe". Nachmittags trainieren die Schüler Leichtathletik. "Die Schule ist ein unterstützenswertes Projekt", sagt Marcks. Benötigt würden Spenden für Werkzeuge, Nähmaschinen, Unterrichtsmaterialien und Tablets mit Lernprogrammen. Geplant sei, eine Zisterne zu bauen und ein System, mit dem Brauchwasser gewonnen werden könne. Die Gelder fürs Brunnenbohren seien bereits vorhanden, gespendet von einem Kenianer. "Damit wird die Schule unabhängig von den teuren und nicht regelmäßigen Lieferungen von Frischwasser durch die Kommune."

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