Aktion zur Rettung der Bienen

  • VonChristine Fauerbach
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Das Thema »Insekten« ist derzeit so aktuell wie lange nicht mehr. Das ist kein Zufall, denn das Aufkommen der Fluginsekten ist in den vergangenen 27 Jahren um 75 Prozent zurückgegangen. Jede dritte Wildbienenart in Deutschland ist ge-fährdet oder vom Aussterben bedroht.

Das Thema »Insekten« ist derzeit so aktuell wie lange nicht mehr. Das ist kein Zufall, denn das Aufkommen der Fluginsekten ist in den vergangenen 27 Jahren um 75 Prozent zurückgegangen. Jede dritte Wildbienenart in Deutschland ist ge-fährdet oder vom Aussterben bedroht.

Laut Angaben des Naturschutzbunds (NABU) sind 39 der 560 hier lebenden Arten bereits ausgestorben. »Dabei sind wir alle auf Insekten als Bestäuber angewiesen. Unternehmen wir nichts, wird sich das Leben auf der Erde völlig verändern«, befürchtet Heide Hertzog. Und Andre Haußmann fügt hinzu: »Bienen bestäuben auf ihrer Nahrungssuche, wenn sie von Blüte zu Blüte fliegen und die Pollen weitertragen etwa ein Drittel aller landwirtschaftlichen Nutzpflanzen. Bienen und andere Blütenbestäuber spielen eine zentrale Rolle beim Erhalt unserer Kultur- und Landwirtschaft, tragen wesentlich zum Erhalt der Artenvielfalt durch die Verbreitung hunderttausender Pflanzen bei, auf die wiederum unzählige Tierarten als Nahrungsgrundlage angewiesen sind.«

Auftakt am Samstag

Damit dies so bleibt, rufen die beiden am Samstag, 26. Mai, eine Stadtaktion ins Leben. Gemeinsam mit vielen Vilbelern wollen sie einen nachhaltigen Beitrag für eine bienenfreundlichere Landschaft leisten. »Wild- bienen, Insekten und Schmetterlinge haben bis Juli genügend Futter, weil Bäume und Büsche blühen. Danach beginnt für alle bis September die Hungersnot«, sagt Hertzog, die seit vier Jahren in der Bienengruppe der Naturschutzgesellschaft aktiv ist. »Wir wollen Leuten ohne Zeit, Garten, Acker oder auch Geld ermöglichen, Bienen und andere Insekten mit bienenfreundlichen Pflanzen zu unterstützen. Sie könnten in ihrem Garten oder auf ihrem Balkon geeignete Blumen, Kräuter und Stauden anpflanzen oder aus Saatgut ziehen. Wer keine Zeit hat, kann eine Spende geben.

Auf dem Dottenfelderhof arbeitet man mit Saatgut von der Bingenheimer Saatgut AG, das noch Pollen enthält und geeignete Pflanzen wie Thymian, Salbei, Kornblumen, gefleckte Hainblume, mehliger Salbei (Blume), Borretsch, Bergbohnenkraut, duftende Blatt-erbse oder die Dahlie Nigella papillosa (Jungfer im Grünen). »Diese Pflanzen geben wir gegen eine Spende an Leute weiter oder setzen sie auf dem Dottenfelderhof ein«, sagt Landwirt Matthias Gärtner.

Blumen mit Staubgefäßen wichtig

Wer Bad Vilbel aufblühen lassen will, kann die Aktion unterstützen. Ab 9 Uhr am Samstag bieten Hertzog und Haußmann geeignete Pflanzen und Saatgut an ihrem Stand auf dem Niddaplatz an.

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