4560 Stunden im Einsatz

  • VonJürgen Schenk
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Fünf Monate wurde die Breitwiesenhalle in Gronau aufgehübscht, am vergangenen Freitag stand die erste große Veranstaltung ins Haus. Die Gesamtfeuerwehr der Stadt Bad Vilbel war der Einladung des Stadtbrandinspektors Karlheinz Moll gefolgt und hatte sich zur Jahreshauptversammlung eingefunden. 86 uniformierte Brandschützerinnen und Brandschützer aus der Kernstadt, Massenheim, Dortelweil, Gronau und vom Heilsberg waren gekommen, um sich zu informieren, ihrer Toten zu gedenken und Mitglieder auszuzeichnen.

Fünf Monate wurde die Breitwiesenhalle in Gronau aufgehübscht, am vergangenen Freitag stand die erste große Veranstaltung ins Haus. Die Gesamtfeuerwehr der Stadt Bad Vilbel war der Einladung des Stadtbrandinspektors Karlheinz Moll gefolgt und hatte sich zur Jahreshauptversammlung eingefunden. 86 uniformierte Brandschützerinnen und Brandschützer aus der Kernstadt, Massenheim, Dortelweil, Gronau und vom Heilsberg waren gekommen, um sich zu informieren, ihrer Toten zu gedenken und Mitglieder auszuzeichnen.

Ein bedeutendes Ereignis war der Wechsel des Brandschutzdezernenten. Nach dem Ausscheiden von Jörg Frank richtete nun der Erste Stadtrat Sebastian Wysocki sein Grußwort an die Versammlung. Die Wichtigkeit einer intakten Feuerwehr zeige sich schon an der Zahl der Einsätze, sagte der neue Brandschutzdezernent. 429-mal sei man zur Stelle gewesen, um zu helfen. Dafür bedankte er sich und lobte gleichzeitig das verbesserte Zusammenspiel von Feuerwehr und Politik. Weitere Grußbotschaften kamen von dem Gronauer Ortsvorsteher Karl Peter Schäfer (CDU) und von Stadtrat Udo Landgrebe (SPD).

In seinem Jahresbericht 2016 hob Stadtbrandinspektor Moll zunächst die Bedeutung einer fundierten Ausbildung hervor. 186 Ausbildungsveranstaltungen an der Hessischen Landesfeuerwehrschule, auf Kreisebene und von externen Anbietern seien besucht worden. Das entspräche einer Gesamtstundenzahl von fast 17 300 Stunden für die Fort-und Weiterbildung. Ziel sei es aber auch gewesen, die oftmals trockene Theorie durch spannende Praxis zu ergänzen.

»Wir hatten im vergangenen Jahr das große Glück, dass uns mehrere Objekte zur Verfügung gestellt wurden, die uns eine hervorragende Übungsstellung ermöglicht haben«, sagte Moll weiter. Auf dem ehemaligen Werkstattgelände der Firma Auto-Jörg in der Frankfurter Straße wurde ein Kellerbrand simuliert. Das andere Übungsobjekt war ein zum Abriss bestimmtes Haus in Massenheim.

Die 200 aktiven Mitglieder hatten insgesamt 4560 Stunden im Dienste des Nächsten zu bewältigen. Der traurigste Einsatz war am Anfang des Jahres ein Unfall auf der Umgehungsstraße in Massenheim, bei dem ein 12-jähriger Junge so schwer verletzt wurde, dass er wenig später im Krankenhaus verstarb. Notfallseelsorger kamen zum Einsatz, um die Feuerwehrleute zu betreuen.

»Im Juni kam es im Abstand von einer Woche zu zwei sintflutartigen Regenfällen«, bilanzierte der Stadtbrandinspektor. »Die geparkten Pkw in der Friedrich-Ebert-Straße standen ca. 50 Zentimeter im Wasser. Beim zweiten Unwetter lief der Ritterweiher voll. Hier kam das speziell für Hochwasserlagen entwickelte »Aquariwa«-System zum Einsatz. Dieses System ist die richtige Wahl und sollte angeschafft werden. Dann müssen wir uns nicht jedes Mal Gedanken machen, wo wir eins herbekommen.« Sein Ausblick fällt hoffnungsvoll aus. »Eine große Unterstützung erwarten wir von dem fertiggestellten Bedarf- und Entwicklungsplan, in dem alle wesentlichen Punkte für die nächsten zehn Jahre verankert und beschrieben sind«, verdeutlichte Moll. »Durch die Verabschiedung des Doppelhaushaltes 2017/18 wird von der Politik deutlich gezeigt, dass sie es mit den getroffenen Zusagen ernst meint.« Ein Fingerzeig sei das neue Gerätehaus auf dem Heilsberg, wo am letzten Wochenende »eine grandiose Einweihungsfeier« stattfand.

Jugendwart Klaus Splittdorf vermeldete Erfreuliches von den Jugend-und Kinderfeuerwehren: Entgegen des Trends gebe es einen Zuwachs von 24 Mitgliedern zu verzeichnen, die sich auf acht Gruppen verteilen. 116 Kinder und Jugendliche seien insgesamt aktiv.

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