Im Altarraum der Dankeskirche sind 48 Kerzen zu einem Frauensymbol angeordnet. Sie visualisieren die Zahl der täglich an Brustkrebs versterbenden Frauen. FOTO: PM
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Im Altarraum der Dankeskirche sind 48 Kerzen zu einem Frauensymbol angeordnet. Sie visualisieren die Zahl der täglich an Brustkrebs versterbenden Frauen. FOTO: PM

Zwischen Trauer, Mut und Hoffnung

  • vonred Redaktion
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Bad Nauheim(pm). "Auch wenn die Diagnose Brustkrebs heute kein Todesurteil mehr darstellt, sterben in Deutschland laut Statistischem Bundesamt täglich 48 Frauen an den Folgen einer Brustkrebserkrankung", heißt es in einer Pressemitteilung der Frauenselbsthilfe Krebs Bad Nauheim.

Ein Netzwerk, getragen vom Landesverband Evangelische Frauen in Hessen und Nassau und der Frauenselbsthilfe Krebs (FSH) macht mit der Aktion Lucia auf die Belange erkrankter Frauen und deren Familien aufmerksam.

Der Frauenselbsthilfe Krebs sind die Solidarität mit Betroffenen und eine gute Information gleichermaßen wichtig. "Insbesondere in der Corona-Zeit dürfen diese Frauen nicht vergessen werden", heißt es weiter. Deshalb habe sich die seit zwei Jahren wieder bestehende Bad Nauheimer Gruppe der Frauenselbsthilfe Krebs dazu entschlossen, die Lucia-Andacht auszurichten.

Von der evangelischen Kirchengemeinde Bad Nauheim unterstützte Pfarrerin Susanne Pieper das Organisationsteam bei der Vorbereitung der Andacht. Kürzlich fand in der Dankeskirche die meditative Abendandacht unter Einhaltung aller Hygienemaßnahmen statt. Die Kirchenglocken läuteten zum Gottesdienst, und die Laternen am Eingangsportal leuchteten einladend. Allmählich füllten sich die Kirchenbänke unter strenger Einhaltung des Corona-Abstands. Zahlreiche Frauen und auch einige Männer waren der Einladung zur Andacht gefolgt. Im Altarraum waren 48 Kerzen zu einem Frauensymbol angeordnet. Diese Kerzen visualisierten die Zahl der täglich an Brustkrebs versterbenden Frauen.

Pfarrerin Pieper und die Mitglieder der FSH führten gemeinsam durch die Andacht, sprachen Fürbitten und beteten mit den Teilnehmern. Der Leitgedanke der diesjährigen Lucia-Andacht "Einfach JA sagen" wurde mit wechselseitigen Lesungen immer wieder aufgegriffen und abwechslungsreich interpretiert. Es ging um den Mut, das Schicksal anzunehmen und "Ja" zu sagen - auch dann, wenn Zweifel und Trauer einen erfüllen. Wieder Hoffnung schöpfen und die Gewissheit zu haben, von Gott geliebt zu sein.

Mit sinnlichen Gestaltungselementen, der Einnahme einer öffnenden Körperhaltung, dem Berühren und Spüren der eigenen Hände und dem Empfangen von Salböl wurden die Anwesenden eingebunden. Für die musikalische Begleitung sorgte der auf vier Sängerinnen verkleinerte Chor "Dr. Ralf Schäfer und Freunde".

Am Ende der Andacht luden die Veranstalterinnen zu einer Tasse Tee ein. Über Anerkennung und Dankbarkeit vieler Teilnehmerinnen freute sich das Organisationsteam.

Beeindruckt war das Team von der großen Spendenbereitschaft der Besucher. Die Kollekte der Andacht wird dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) für die Aktion "Wünschewagen" zur Verfügung gestellt.

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