Mit dem Spendenscheck haben sich versammelt (v. l.): Vilborg Asmus-Reuter (Vorstand Zonta-Club), Dr. Thomas Schwab von der AG Geschichte Bad Nauheim, Zonta-Präsidentin Julia Buettne und Miriam Kiesel vom Zonta-Club. FOTO: ZC BAD NAUHEIM-FRIEDBERG
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Mit dem Spendenscheck haben sich versammelt (v. l.): Vilborg Asmus-Reuter (Vorstand Zonta-Club), Dr. Thomas Schwab von der AG Geschichte Bad Nauheim, Zonta-Präsidentin Julia Buettne und Miriam Kiesel vom Zonta-Club. FOTO: ZC BAD NAUHEIM-FRIEDBERG

Zonta-Club spendet 1000 Euro

  • vonred Redaktion
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Bad Nauheim(pm). "Hier ruht die geachtete und teure Frau Sofie…" - so lautet die in hebräischer Sprache verfasste Inschrift auf dem Grabstein der Sofie Rosenthal, die am 28. Mai 1866 als Erste auf dem damals neu angelegten Friedhof in der Homburger Straße beigesetzt worden ist.

Die Zonta-Frauen zeigten sich beeindruckt von diesem, hinter hohen Bruchsteinmauern etwas versteckt liegenden alten jüdischen Friedhof an der Homburger Straße, der den meisten Bad Nauheimern immer noch unbekannt sein dürfte. So fanden denn auch die Zontians, die zum Fototermin anlässlich der symbolischen Scheckübergabe kamen, nicht sofort den richtigen Standort. Der Zonta-Club Bad Nauheim-Friedberg unterstützt die Dokumentation "Alter Jüdischer Friedhof" mit 1000 Euro.

Die Damen erkundeten - unter der sachkundigen Führung von Dr. Thomas Schwab - diesen überaus idyllischen und friedlichen Ort. Mit dem Bild- und Textband "Der alte jüdische Friedhof in Bad Nauheim" zur Hand, kann man jetzt alle dort liegenden Grabmäler leicht finden und viel Interessantes zur Herkunft der dort begrabenen jüdischen Bad Nauheimer Bürger und Kurgäste nachlesen.

Auf 22 der 56 unter fünf großen Linden stehenden Grabmälern finden sich Inschriften, die auf die Begräbnisse von Frauen hinweisen. Auch einige jüdische Kurgäste, darunter zum Beispiel Johanna Gibbes aus New York, wurden zwischen 1866 und 1924 dort bestattet. Dies zeigt auch in beeindruckender Weise den Ruf Bad Nauheims als internationale Kurstadt zu jener Zeit. Die Dokumentation aller Grabsteine ist Schwab von der AG Geschichte und dem Theologen Dr. Lothar Tetzner aus Neu-Isenburg zu verdanken. Der aufwendig gestaltete Bildband ist bei der Stadt Bad Nauheim erhältlich.

"Zonta unterstützt sehr gerne diese so wichtige geschichtliche Aufarbeitung. Geplant ist auch, demnächst eine Führung mit Begehung der drei jüdischen Friedhöfe in Bad Nauheim zu veranstalten", heißt es in der Zonta-Pressemitteilung.

Der Club sucht weitere engagierte Mitglieds-Frauen, Informationen gibt es unter www.zonta-badnauheim-friedberg.de

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