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Yug Lei-Chillery

Yug Lei-Chillery mit Zukunftsthemen betraut

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Bad Nauheim (pm). Einstimmig hat der Magistrat am Dienstag die Einstellung einer Referentin für Nachhaltigkeit und Klimaschutz beschlossen - auf Initiative von Bürgermeister Klaus Kreß, wie es in einer Pressemiteilung der Stadt heißt. »Klimaschutz und Nachhaltigkeit werden immer wichtiger. Beides sind Themen, die sämtliche Bereiche in Politik und Gesellschaft berühren, beeinflussen oder eng mit ihnen verknüpft sind«, begründete Kreß die Personalentscheidung.

Durch die zunehmende Relevanz dieser Themen entstünden in Bad Nauheim zahlreiche, auch strategisch bedeutsame Projekte. Es mache allerdings wenig Sinn und sei auch nicht wirklich effizient, wenn in dieser Frage jeder Bereich der Stadt für sich tätig werde. In der Stadtverwaltung habe man in den vergangenen Monaten deshalb intensiv darüber nachgedacht, dass die Steuerung dieses Komplexes dem Fachbereich Zentrale Steuerung und Öffentlichkeitsarbeit zugeordnet werde und damit direkt dem Bürgermeister unterstehe.

»Wir haben uns entschieden, für diese Querschnittsaufgabe eine Person einzustellen, die interdisziplinär zwischen den Fachbereichen und den städtischen Gesellschaften agieren kann. Ihre Aufgabe wird es auch sein, frühzeitig Fördermöglichkeiten zu eruieren und für die Stadt selbst Projekte dementsprechend zu strukturieren. So lassen sich beispielsweise auch die Personalkosten refinanzieren«, erläuterte Kreß.

Der am Montag von der schwarz-grün-roten Koalition eingereichte Antrag auf Schaffung einer Stabsstelle in der Stadtverwaltung sei »bei uns durch eine bereits weit geöffnete Tür gesegelt«.

Entschieden hat sich der Magistrat für die Bad Nauheimerin Yug Lei-Chillery. Die Ökonomin und nach eigener Aussage »Nachhaltigkeitsenthusiastin« bringe neben ihrer lokalen Verbundenheit internationale Erfahrung in Nachhaltigkeits- und Klimaschutzprojekten mit, die sie im Auftrag der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) durchgeführt habe. Mit ihrer Expertise und fachlichen Kompetenz habe sie in ihrer Bewerbung überzeugt.

Einsatz der Koalition für Stelle

Die Entscheidung des Magistrats dürfte auch der neu gebildeten Stadtparlaments-Koalition aus CDU, Grünen und SPD gefallen. Die Koalition hatte - wie erwähnt - einen entsprechenden Antrag gestellt. In einer Pressemitteilung der drei Fraktionen erläutert der stellvertretende CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Markus Schönburg: »Der Klimaschutz benötigt sicher angepasste Verkehrskonzepte, auch für Bad Nauheim. Diese Konzepte müssen mit der Innenstadt abgestimmt werden, damit der Handel, der pandemiebedingt schon sehr stark gelitten hat, nicht darunter leidet, sondern sogar davon profitiert.«

SPD-Fraktionsvorsitzender Sinan Sert spricht sich dafür aus, dass die Stabsstelle gemeinsam mit interessierten Bürgern eine Idee für ein zukunftsfähiges Stadtbild und -leben entwickelt. Dieses solle »den klimatischen und sozialen Ansprüchen unserer Zeit im Kontext der Nachhaltigkeit gerecht« werden. FOTO: PM

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