Die Doktorandinnen Ina Klockner (l.) und Melissa Valussi (M.) im Gespräch mit Staatsministerin Angela Dorn.	FOTO: M: HEIL
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Die Doktorandinnen Ina Klockner (l.) und Melissa Valussi (M.) im Gespräch mit Staatsministerin Angela Dorn. FOTO: M: HEIL

Wissenschaftliche »Erfolgsstory« präsentiert

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Bad Nauheim (pm). Hoher Besuch am Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung (MPI): Angela Dorn, Hessische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, besuchte die Bad Nauheimer Forschungseinrichtung kürzlich zu einem Informationsaustausch. Prof. Thomas Braun, Geschäftsführender Direktor des Instituts und Direktor der Abteilung »Entwicklung und Umbau des Herzens«, und Prof. Werner Seeger, Direktor der Abteilung »Entwicklung und Umbau der Lunge«, überbrachten gute Nachrichten: Ein internationales Gutachtergremium habe dem Institut erst wenige Tage zuvor eine herausragende wissenschaftliche Leistungsfähigkeit bescheinigt, heißt es in einer Pressemitteilung des MPI.

Das bald 90 Jahre alte Institut erfuhr 2005 eine neue wissenschaftliche Ausrichtung und firmiert seitdem unter neuem Namen. In vier Abteilungen erforscht ein internationales Wissenschaftler-Team molekulare Prozesse der Organentwicklung und der Entstehung von Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und der Lunge. »Rund 400 Mitarbeiter sind aktuell an dieser Erfolgsstory beteiligt, davon sind rund 200 direkt in der Forschung aktiv«, erläuterte Braun.

Eine Besonderheit des Bad Nauheimer MPI ist laut Braun die enge Vernetzung mit den benachbarten Universitäten in Gießen und Frankfurt. Die drei Kooperationspartner seien als einziges hessisches Bewerberkonsortium bei der aktuellen Exzellenz-Förderrunde des Bundes und der Länder erfolgreich gewesen, steht in der Pressemitteilung. Im 2019 gegründeten Exzellenzcluster »Cardiopulmonales Institut« (CPI) steht unter anderem die Erforschung von Ansätzen für völlig neue Therapien zur Behandlung von Herz- und Lungenkrankheiten im Vordergrund. »Die Region hat sich in den letzten Jahren zu einem Hotspot der Erforschung und Therapie von Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems und der Lunge entwickelt«, sagte Dorn. Das Land Hessen wolle diese Entwicklung weiter fördern. Dazu werde man auch bereits bestehende Exzellenzcluster an der Ausschüttung von Erfolgsprämien beteiligen. Zudem werde künftig mit den LOEWE-Professuren eine neue Förderlinie bei der landeseigenen Exzellenzoffensive (LOEWE) eingerichtet. Die Ministerin stellte die Bedeutung des Bad Nauheimer MPIs heraus: »Das Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung ist eine von drei starken Säulen des CPI. Nicht nur ich als Wissenschaftsministerin, sondern das Land Hessen insgesamt hat deshalb ein starkes Interesse daran, dass das Institut in seiner jetzigen Form langfristig fortgeführt wird.«

Beim Rundgang durch die Labore erhielt Dorn Einblicke in Forschungsprojekte. Dr. Isabell Salwig aus Brauns Abteilung stellte ihr Forschungsprojekt vor, in dem sie die mögliche Rolle von Lungenstammzellen bei der Entstehung von Lungentumoren untersucht. Dr. Radhan Ramadass präsentierte seine Ergebnisse zur Beteiligung einzelner Herzzellen an der Entwicklung des Organs während der frühen Embryonalphase. Mit einem besseren Verständnis dieser Abläufe könnte zukünftig der erste Schritt hin zu neuen Therapien bei Neugeborenen gemacht werden.

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