Wieder Besuchsstopp im Krankenhaus

  • vonred Redaktion
    schließen

Bad Nauheim/Friedberg(pm). Von zwei Ausnahmen abgesehen gilt ab dem heutigen Mittwoch im Bad Nauheimer Hochwaldkrankenhaus und im Friedberger Bürgerhospital ein Besuchsverbot. Dies geht aus einer Pressemitteilung des Gesundheitszentrums Wetterau (GZW) als Träger beider Krankenhäuser hervor.

Auch im Wetteraukreis steigen die Corona-Infektionszahlen seit wenigen Wochen stark an. Am Dienstag wurde in der Zählung des Hessischen Landesprüfungs- und Untersuchungsamtes im Gesundheitswesen (HLPUG) für die Wetterau eine Inzidenz von 36,6 erreicht (siehe Seite 19). Damit tritt im fünfstufigen Präventions- und Eskalationskonzept der Landesregierung Stufe 3 (orange) in Kraft. Sie sieht zur Vermeidung weiterer Ansteckungen erweiterte Maßnahmen vor und empfiehlt unter anderem die Schließung von Einrichtungen der Gesundheitsfürsorge für Besucher.

"Der Schutz von Mitarbeitern und Patienten hat für uns als Gesundheitsdienstleister absolute Priorität. Schweren Herzens haben wir uns deshalb zu dem Schritt entschlossen, ab Mittwoch, 21. Oktober 2020, in unseren Krankenhäusern in Bad Nauheim, Friedberg und Schotten die Besuchsregelungen wieder zu verschärfen", erklärte GZW-Geschäftsführer Dr. Dirk M. Fellermann.

Zwei Ausnahmen

Wie schon zwischen März und Juli sind damit Besuche erneut generell untersagt; Ausnahmen gelten ausschließlich für Partner von werdenden Müttern sowie für Angehörige (Partner und Kinder) schwerstkranker Patienten.

"Unsere Erfahrungen in den vergangenen schwierigen Monaten lassen uns annehmen, dass auch dieses Mal der weitaus größte Teil der Angehörigen unserer Patientinnen und Patienten mit Verständnis reagieren wird. Für unseren klaren Fokus auf Gesundheit und Wohlergehen der gesamten Bevölkerung sowie unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben wir in den vergangenen Monaten viel Lob und Zustimmung erhalten", hebt Geschäftsführer Fellermann in der Pressemitteilung hervor. Allen sei bewusst, dass die Gesamtmaßnahmen vom Maskentragen bis zur Kontaktbeschränkung dem Einzelnen teilweise viel abverlangten. Fellermann: "Wir sind aber überzeugt davon, dass all diese Regelungen vernünftig und richtig sind und helfen werden, der Verbreitung des Coronavirus vorzubeugen bzw. entgegenzuwirken."

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare