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Die Scheune des Hofguts "Löwenthal" brennt, sechs Kinder sind vermisst - diese Aufgabe arbeiten die Feuerwehrleute aus Rödgen und Steinfurth bei ihrer Übung am Dienstagabend in Wisselsheim ab.

Wenn die Scheune beim Feiern abfackelt

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Bad Nauheim. Was gibt es Schöneres, als den Kindergeburtstag auf einem Bauernhof in einer Scheune zu feiern? Doch was, wenn plötzlich die Scheune brennt? Überall Feuer und Rauch ist und sechs Kinder vermisst werden? Genau dem Szenario haben sich am vergangenen Dienstag die Freiwilligen Feuerwehren aus Steinfurth und Rödgen gestellt. " Ein Horror für die Eltern und Kinder gleichermaßen und eine echte Herausforderung für die eintreffende Feuerwehr", erklären die Wehren in einer Mitteilung.

Um 19.23 Uhr wurden die beiden Feuerwehren über die digitalen Pager, die jeder Feuerwehrangehörige bei sich trägt, alarmiert. Das Hofgut "Löwenthal" in Wisselsheim war das Ziel.

Beim Eintreffen der Feuerwehr Rödgen gestaltete sich die Lage unübersichtlich. Zwei Areale der Scheune seien stark verraucht gewesen, fünf der sechs Kinder befanden sich dort. Schnell sei eine Wasserversorgung aufgebaut worden, die ersten Helfer gingen mit Atemschutzgeräten ins Gebäude. Als die Übungsteilnehmer aus Steinfurth eintrafen, hätten sie sofort damit beginnen können den angenommenen Scheunenbrand zu löschen sowie die Vermissten zu suchen. Im Ernstfall würden bei einem solchen Szenario alle Stadtteile und auch die Kernstadt Feuerwehr alarmiert, informiert die Steinfurther Feuerwehr. Allerdings würden die Wehren wegen der Entfernungen nicht gleichzeitig am Einsatzort eintreffen.

"Daher ist es absolut notwendig, sich regelmäßig zu gemeinsamen Übungen zu treffen", wissen die Aktiven. Jede Feuerwehr habe das Ziel, sich stetig zu verbessern, was nur mit einem kritischen Blick auf die eigenen Leistungen funktioniere. Hierfür seien solche Übungen immer hervorragend geeignet. Drei Übungsbeobachter hatten den Ablauf der Übung genau im Blick und gaben ihre Anregungen in einer Nachbesprechung weiter. Die Tipps würden in den nächsten Übungen umgesetzt. Erst nachdem die Einsatzbereitschaft aller Fahrzeuge wiederhergestellt war, also alles wieder an seinem Platz auf den Einsatzfahrzeugen verstaut war, sei der Abend bei einem kleinen Snack im Gerätehaus Steinfurth ausgeklungen. Einen Dank richten die Feuerwehrleute an Scheunenbesitzer Bensberg, der es ermöglichte, dass dort geübt werden konnte.

Wer sich in der Feuerwehr engagieren möchte, meldet sich per E-Mail bei Benjamin Schwebel (info@feuerwehr-steinfurth.de).

Sina Kalbfleisch/Jan Lesczensky

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