Dr. Stefan Guth
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Dr. Stefan Guth

Weltweit »guten Ruf« der Kerckhoff weiter ausbauen

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Bad Nauheim (pm). Dr. Stefan Guth ist seit 100 Tagen Chefarzt der Thoraxchirurgie der Kerckhoff-Klinik. Er gilt als international renommierter Spezialist für die chirurgische und interventionelle Behandlung des Lungenhochdrucks und ist zugleich Experte für Lungentransplantationen. Guth folgt auf Prof. Eckhard Mayer.

Der neue Chefarzt habe sich zum Ziel gesetzt, den Ruf der Klinik als weltweit renommiertes Referenzzentrum für die Behandlung des Lungenhochdrucks weiter auszubauen, wie die Kerckhoff-Klinik in einer Mitteilung schreibt.

Ein wichtiges Thema ist Covid-19

Gemeinsam mit seinen Kollegen der Pneumologie leitet er jetzt das Lungenzentrum am Campus Kerckhoff in Bad Nauheim. »Gerade jetzt während der Corona-Pandemie ist die Expertise des Lungenzentrums und weltweit renommierten Referenzzentrums für die Behandlung von Lungenhochdruck der Kerckhoff-Klinik gefragter denn je«, heißt es weiter in der Mitteilung.

»In meinem rund 25-jährigen Berufsleben habe ich schon einiges erlebt. Dass meine ersten 100 Tage als neuer Chefarzt der Thoraxchirurgie so herausfordernd werden, hätte ich niemals erwartet. Aktuell haben wir es bei Covid-19 mit einer Krankheit zu tun, die uns wohl noch sehr lange beschäftigen wird. Glücklicherweise verfügt die Schwerpunktklinik für Lungenerkrankungen über die medizinische Kompetenz und Erfahrung, die oft sehr schwer kranken beatmungspflichtigen Covid-19-Patienten mit allen zur Verfügung stehenden Therapieoptionen zu behandeln und gleichzeitig die Versorgung weiterer Notfallpatienten sicherzustellen«, betont Guth.

Patienten möglichst wenig belasten

Seit 2009 hatte er die Position als stellvertretender Direktor der Abteilung für Thoraxchirurgie inne. Gemeinsam mit Mayer, ihrem Team und der Abteilung für Pneumologie etablierten sie das Lungenzentrum am Campus Kerckhoff mit den Behandlungsschwerpunkten Lungenkrebs und chronisch thromboembolische pulmonale Hypertonie (kurz: CTEPH), eine spezielle Form des Lungenhochdrucks aufgrund wiederkehrender Lungenembolien.

Besonderen Fokus legt der 54-Jährige Guth auf minimal-invasive Operationen und die Steigerung der interventionellen Eingriffe zur Behandlung von CTEPH. »Interventionelle Verfahren bedeuten für die Patienten weniger Belastung und verkürzen die Dauer des Krankenhausaufenthaltes. Dieses Therapieverfahren wollen wir noch mehr ausbauen und an der Klinik weiter etablieren«, erläutert Guth.

»Der Wechsel an der Spitze der Thoraxchirurgie ist gleich doppelter Grund zur Freude, weil uns beide leitenden Spitzenmediziner erhalten bleiben - nur in anderer Funktion. Mit Dr. Guth als neuem Chefarzt können wir unsere Expertise in der Diagnostik und Therapie von Patienten mit thorakalen Erkrankungen weiter stärken. Gleichzeitig bleibt uns Prof. Dr. Mayer, unter dessen exzellenter Leitung die Abteilung bereits seit Jahren erfolgreich war, als Ärztlicher Leiter des chirurgischen Programms zur Behandlung des Lungenhochdrucks erhalten«, unterstreicht Prof. Hossein-Ardeschir Ghofrani, Ärztlicher Geschäftsführer der Kerckhoff-Klinik.

»Insofern freuen wir uns sehr, dass beide Experten gemeinsam bei uns im Haus tätig sind und die zahlreichen Patienten aus dem In- und Ausland nach den neuesten medizinischen Standards auf höchstem Niveau versorgen«, äußert sich der Kaufmännische Geschäftsführer Matthias Müller.

Ein weiteres Hauptaugenmerk legt Guth auf die Aus- und Weiterbildung von Chirurgen, deren Schwerpunkt die Thoraxchirurgie ist. »Wir benötigen guten Nachwuchs und bilden Fachärzte aus, die auf höchstem medizinischen Niveau Patienten behandeln können, egal ob operativ, minimal-invasiv oder interventionell«, berichtet der neue Chefarzt, der vor seinem Wechsel an die Kerckhoff-Klinik im Jahr 2009 als Leitender Arzt der Abteilung Thoraxchirurgie im Diakoniekrankenhaus Rotenburg und an der Klinik für Herz-Thorax- und Gefäßchirurgie der Universität Mainz tätig gewesen war.

Stefan Guth ist außerdem neben Ghofrani, Prof. Friedrich Grimminger und Privatdozent Diethard Prüfer für das Lungenkrebszentrum verantwortlich. FOTO: KERCKHOFF-KLINIK GMBH

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