Die Untersuchungszimmer sind speziell für die Bedürfnisse symptombehafteter Patienten eingerichtet - Sauerstoffflaschen inklusive. 	FOTO: PM
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Die Untersuchungszimmer sind speziell für die Bedürfnisse symptombehafteter Patienten eingerichtet - Sauerstoffflaschen inklusive. FOTO: PM

Auf die Welle vorbereitet

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Bad Nauheim (pm). In der Corona-Krise arbeiten Menschen in den Kliniken unter Hochdruck. Rund um die Uhr treffen sie Vorbereitungen, um der anrollenden Corona-Pandemie angemessen begegnen zu können.

Ali Bulut leitet seit 2016 die Technik- und Wirtschaftsabteilung des Gesundheitszentrums Wetterau (GZW). Seit zwei Jahren ist er mit seinem Team damit beschäftigt, im Vorgriff auf den geplanten Neubau am Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim dessen vierten Bauabschnitt vorzuziehen und den 1993 errichteten südlichen Querbau abschnittsweise zu sanieren. Zwei Stationen wurden mit einem Aufwand von jeweils etwa 400 000 Euro bereits saniert und renoviert. Die Arbeiten an der dritten Station wurden nun allerdings erst einmal unterbrochen.

Getrennt von anderen Patienten

Stattdessen sind Bulut und sein Team derzeit mit vorübergehend nötigen Umbauten beschäftigt. So wurde am vergangenen Wochenende in etwa 40 Mann-Stunden in der Funktionsabteilung im Erdgeschoss des Hochwaldkrankenhauses ein abgeschlossener Bereich zur prä-stationären Behandlung symptombehafteter Patienten eingerichtet. Dazu wurden die dort eigentlich untergebrachte Anästhesie-Ambulanz und das Endoprothetikzentrum in Räume im Foyer des Krankenhauses verlagert, die vorher so hergerichtet werden mussten, dass die Arbeit darin am Montag direkt wieder aufgenommen werden konnte. Die frei werdenden Zimmer in der Funktionsabteilung wurden danach umgerüstet und beherbergen nun einen Wartebereich für Corona-Verdachtsfälle, ein eigenes Arztzimmer sowie einen Untersuchungsraum mit mehreren Liegen. Hier können - abgetrennt von den übrigen Patienten - Menschen mit Symptomen, die auf eine Corona-Infektion hinweisen, untersucht und gegebenenfalls von hier aus über genau definierte, von übrigen Patientenströmen getrennte Wege zur Weiterbehandlung in speziell eingerichtete Patientenzimmer gebracht werden.

Auch Pläne für Bürgerhospital

Grellrote Schilder an den Türen sowie die Sauerstoffflaschen neben den Liegen sind die sichtbaren Anzeichen dafür, dass man sich in dem neu geschaffenen prä-stationären Bereich auf etwas Außergewöhnliches gefasst macht. In einem der Räume steht ein Raumteiler bereit, um im Bedarfsfall den Flur vor den Zimmern absperren zu können. In den Räumen lagern zudem sämtliche benötigten Materialien einschließlich Schutzkleidung und Untersuchungsgeräte. In den nächsten Tagen werden ähnliche prä-stationäre Bereiche auch im Bürgerhospital Friedberg und im Kreiskrankenhaus Schotten eingerichtet.

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