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Nehmen mehrere potenzielle Streckenverläufe des Radschnellwegs unter die Lupe (v. l.): Armin Kreuter, Steffen Mörler, Gerhard Bennemann, Jennifer Jordis, Sebastian Schmitt, Albert Möbs und Erhard Walter.

Welche Route ist die beste?

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Bad Nauheim (pm). Die Stadtverordneten haben kürzlich mögliche Verläufe für den Radschnellweg FRM 6 in der Gemarkung vorgelegt bekommen. Mit dem FRM 6 soll eine Radschnellverbindung von Butzbach nach Frankfurt geschaffen werden. »Die Anforderungen sind klar: Der Radweg soll in der Regel mindestens vier Meter breit sein, um einen reibungslosen Überhol- und Begegnungsverkehr zu ermöglichen.

Starke Steigungen soll es ebenso wenig geben wie Kreuzungen, damit die Radler möglichst schnell und ohne Stopps vorankommen«, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Bad Nauheimer CDU. Der Radschnellweg solle vor allem Pendler im Einzugsbereich des Radwegs zum Umsteigen aufs Fahrrad bewegen, aber auch für Ausflügler in die Wetterau solle er interessant sein.

Auch Fußgänger berücksichtigen

Bei einer ausgedehnten Radtour haben dieser Tage Mitglieder der CDU-Stadtverordnetenfraktion und des Magistrats mit interessierten Bürgern die Trassenvorschläge des Regionalverbandes Frankfurt/RheinMain abgefahren. Dazu schreiben die Christdemokraten: »Die Trassenvorschläge sehen vor, dass der Radschnellweg nördlich des Wohngebiets ›Am Hempler‹ das Bad Nauheimer Stadtgebiet erreicht und bis zum Wohngebiet ›Bad Nauheim Süd‹ an der Grenze zu Friedberg das Stadtgebiet durchquert.

Die vorgeschlagene Westtrasse sieht vor, dass der Radweg über den Kurbezirk und die Kreisstraße nach Friedberg geführt wird. Bei Realisierung der Osttrassenführung ginge es entlang des vorhandenen Radwegs an der Usa nach Friedberg. Für die Osttrasse gibt es noch einen weiteren alternativen Vorschlag über die Frankfurter Straße und das neue Gewerbeband entlang der Frankfurter Landstraße. Bad Nauheim Süd und die Stadtgrenze von Friedberg würden dann über die Feldbergstraße erreicht.«

Bei der Befahrung der vorgeschlagenen Alternativen des Regionalverbandes sei es zu lebhaften Diskussionen gekommen. Mit Realisierung des Radschnellwegs FRM 6 werde der Radverkehr auch in Bad Nauheim mehr an Bedeutung gewinnen, äußert sich die CDU weiter. Eine alternativlose Wegeführung werde es nicht geben. Jeder Routenvorschlag habe seine Vor- und Nachteile, die gut abgewogen werden müssten, damit kein Verkehrsteilnehmer übermäßig eingeschränkt werde. Die Zahl der radelnden Pendler nehme beständig zu, und durch den Ausbau sollten noch mehr Menschen vom Umstieg auf das Rad überzeugt werden. Entscheide man sich für eine Routenführung durch den Kurbezirk und entlang der Usa, werde man bei den Planungen vor allem mögliche Konflikte mit Fußgängern berücksichtigen müssen, da dort viele Spaziergänger unterwegs seien, gibt die CDU zu bedenken. Unabhängig davon, welche der vorgeschlagenen Routen realisiert werde, ermögliche jede Alternative, dass die in Bad Nauheim vorhandenen Arbeitsplätze aus umliegenden Städten und Gemeinden schneller und besser mit dem Fahrrad zu erreichen seien - mit positiven Auswirkungen auf den innerstädtischen Verkehr.

Im Rahmen der Befahrung wurden auch die kritischen Punkte der einzelnen Vorschläge diskutiert. Es gab auch Anregungen hinsichtlich der Einbeziehung von Nieder-Mörlen, der Anbindung an das Friedberger Stadtgebiet und die Weiterführung durch Friedberg. Diese Strecken wurden ebenfalls befahren.

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