Wasserampel steht bis August auf Gelb

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Bad Nauheim (pm). Zum heutigen Tag der Daseinsvorsorge appelliert Dr. Thorsten Reichel, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Nauheim, an die Kunden, sorgsam und sparsam mit Trinkwasser umzugehen. »Für uns in Deutschland ist es selbstverständlich, dass alles, was wir unbedingt zum Leben brauchen, immer verfügbar ist, wie Strom und Trinkwasser.« Dabei werde aber leicht vergessen, dass es sich um knappe Güter handele, das gelte insbesondere für Wasser.

»Wasser ist in einem ewigen Kreislauf. Es erneuert sich nicht und durch den Klimawandel gibt es auch in unseren Breitengraden partiell schon Knappheit«, sagt der Stadtwerke-Chef. Die Grundwasserspiegel seien auch in unserer Region durch die trockenen, heißen Sommer bereits abgesunken. Dass das kostbare Gut im Versorgungsgebiet der Stadtwerke weiter zur Verfügung stehe, sei das Ergebnis verantwortungsbewusster Beschäftigter und kontinuierlicher Investitionen. Reichel: »Wir müssen trotzdem mit den Ressourcen haushalten und es sehr bewusst und sparsam einsetzen.« So rät er dazu, für den Garten und das Autowaschen sondern Regenwasser aus Tonnen oder Zisternen zu verwenden.

Das Bad Nauheimer Wasser wird überwiegend von der Ovag bereitgestellt. Diese hat Anfang des Jahres bereits eine Wasserampel als Frühwarnsystem für den Wetteraukreis eingeführt. Damit informiert die Ovag als vorgelagerter Trinkwasserlieferant die Stadtwerke über die Trinkwasserverfügbarkeit - aktuell und vorausschauend für drei Monate. »Bis August steht unsere Ampel auf Gelb. Das bedeutet, dass wir derzeit eine mäßige Wasserverfügbarkeit haben«, erklärt Reichel. Die Stadtwerke würden stets an einem langfristigen Wasserkonzept arbeiten, um die sichere Versorgung zu gewährleisten. Er bittet um die Unterstützung der Bürger: »Wir alle zusammen können etwas bewirken und unsere Wasserampel wieder auf Grün lenken, indem wir Trinkwasser mit Bedacht nutzen. Der Bau von Zisternen ist empfehlenswert.« Lediglich vier Prozent des täglichen Wasserverbrauchs eines Durchschnittsbürgers in Deutschland würden zum Trinken und für die Zubereitung von Essen verwendet. 36 Prozent würden für die Körperhygiene, 27 Prozent für die Toilettenspülung und der Rest zum Spülen, Wäschewaschen, Putzen, Garten bewässern und Ähnlichem benutzt. »Für die Gartenarbeit braucht es kein Trinkwasser«, betont er. Die Stadtwerke verlosen als Anreiz 25 blaue Gießkannen auf ihrer Webseite.

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