Vortrag über Luthers Begleitschutz

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Manfred Breitmoser hielt auf Einladung des Steinfurther Heimat- und Geschichtsvereins "Die Rosisten" einen Vortrag über den Reichsherold Caspar Sturm, der Martin Luther auf seiner Reise nach Worms begleitete. Dabei beschrieb Breitmoser, 1. Vorsitzender des Geschichtsvereins Oppershofen, den 330 Kilometer langen Luther-Pilgerweg zwischen Worms und der Wartburg, der zum 500. Jahrestag der Reformation eingerichtet wurde. In der Wetterau teile sich der Weg, da nicht mit Bestimmtheit festzustellen sei, welche Strecke Luther genau genommen habe und ob er auf Hin- und Rückreise den gleichen Weg nahm. So führe eine Pilgerstrecke östlich über Wölfersheim und Hungen, eine andere westlich über Butzbach, Rockenberg und Lich, bevor sie bei Lauterbach wieder zusammentreffen.

Manfred Breitmoser hielt auf Einladung des Steinfurther Heimat- und Geschichtsvereins "Die Rosisten" einen Vortrag über den Reichsherold Caspar Sturm, der Martin Luther auf seiner Reise nach Worms begleitete. Dabei beschrieb Breitmoser, 1. Vorsitzender des Geschichtsvereins Oppershofen, den 330 Kilometer langen Luther-Pilgerweg zwischen Worms und der Wartburg, der zum 500. Jahrestag der Reformation eingerichtet wurde. In der Wetterau teile sich der Weg, da nicht mit Bestimmtheit festzustellen sei, welche Strecke Luther genau genommen habe und ob er auf Hin- und Rückreise den gleichen Weg nahm. So führe eine Pilgerstrecke östlich über Wölfersheim und Hungen, eine andere westlich über Butzbach, Rockenberg und Lich, bevor sie bei Lauterbach wieder zusammentreffen.

Entstehung der Wappenkunde

Die Rückreise Luthers sei hingegen durch Briefe Luthers gut belegt. Mit einem der Briefe, den er von Friedberg aus versandte, habe er den Reichsherold Caspar Sturm zum Kaiser gesandt. Sturm sei der oberste Herold (Bote) von Kaiser Karl V. gewesen. Eine Zeichnung von Albrecht Dürer aus dem Jahr 1520 zeige den Reichsherold im Alter von 47 Jahren. Sturm habe von 1475 bis 1552 gelebt. Zunächst Diener des Mainzer Erzbischofs Albrecht, begleitete er seinen Dienstherren zur Krönung Karls V. 1520 in Aachen und sei dort zum Reichsherold ernannt worden. Ein Bild aus Sturms Wappenbuch zeige ein Selbstbildnis des Herolds, von dessen Bezeichnung sich auch das Wort "Heraldik" ableite. "Herolde gehörten zum fahrenden Volk", erklärte Breitmoser, als Boten ihrer Dienstherren genossen sie diplomatische Immunität. Als Zeichen ihres Standes trugen sie den "Herolsstab" und einen Mantel, "Tappert" genannt, mit dem Wappen ihrer Dienstherren. Da die Herolde auch verantwortlich waren, die Ritter anhand ihrer Wappen zu erkennen, erstellten sie die Wappenbücher, aus denen sich später die Heraldik entwickelte. Das "Lutherschwert", das sich heute im Friedberger Wetterau-Museum befindet, werde Sturm zugeschrieben. In Worms verhängte der Kaiser das "Wormser Edikt" über Luther, doch er hatte für die Rückreise sicheres Geleit zugesagt. Ohne Schutz, aber gleichzeitig auch ohne Beaufsichtigung wurde Luther "entführt" und von Friedrich dem Weisen auf der Wartburg in Sicherheit gebracht, wo er bis 1522 als "Junker Jörg" lebte.

Zwei Schriften zum Lutherjahr sind von den Geschichtsvereinen erschienen: "Steinfurth, die Bibel und Martin Luther" ist für 10 Euro erhältlich bei Birgit Philippi, Tel. 06032 87801. "Der Reichsherold Caspar Sturm und Martin Luther. Der Begleiter des Reformators zum Wormser Reichstag 1521" ist für 8 Euro erhältlich bei Manfred Breitmoser, Tel.: 0 60 33/6 66 56. (Foto: pv)

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