Nachgefragt: Mitglieder der Bad Nauheimer CDU haben sich im Neubaugebiet am Hempler umgeschaut. Ein Vorbildprojekt, wie die CDU findet. Aber auch hier gibt es Verbesserungspotenzial, wie die Bürger den Politikern berichten. FOTO: PV
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Nachgefragt: Mitglieder der Bad Nauheimer CDU haben sich im Neubaugebiet am Hempler umgeschaut. Ein Vorbildprojekt, wie die CDU findet. Aber auch hier gibt es Verbesserungspotenzial, wie die Bürger den Politikern berichten. FOTO: PV

"Visitenkarte" mit Schönheitsfehlern

  • vonred Redaktion
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Bad Nauheim(pm). Die Kurstadt ist zu einem beliebten Wohnort in der Metropolregion Rhein-Main geworden. Ein Beispiel dafür ist das Wohngebiet "Hempler" in Nieder-Mörlen. Hier ist in den letzten fünf Jahren Wohnraum für über 500 Menschen entstanden. Es ist eines der größten Neubaugebiete in Bad Nauheim in den letzten Jahren. Das neue Wohngebiet ist sehr grün. Davon überzeugten sich Mitglieder der CDU-Stadtverordnetenfraktion und des Stadtverbandes bei einem Ortstermin mit Anwohnern.

Mit den großzügigen, grünen Begegnungszonen bietet das Wohngebiet eine hohe Aufenthaltsqualität für seine Bewohner. Aber auch Anwohner aus den angrenzenden älteren Wohngebieten halten sich hier gerne auf. "Damit wird der ›Hempler‹ zur Visitenkarte für Wohnen in Bad Nauheim", sagt Fraktionsvorsitzender Manfred Jordis.

Eine gefährliche Ausfahrt

In Gesprächen mit Bewohnern wurde deutlich, dass es neben vielem Positiven auch Dinge gibt, die nicht ganz so gelungen sind. Eine Bewohnerin kritisiert die Ausfahrt an der Luise-Frey-Straße auf die Weingartenstraße. "Je nachdem wie weit links die Autos parken, sieht man an dieser Kreuzung nichts. Ich fahre da oft mit einem unguten Gefühl raus und manchmal mit viel Glück." Sie regte an, die CDU- solle sich dafür einsetzt, dass dort einen Verkehrsspiegel angebracht oder Parkplätze auf der Weingartenstraße weggenommen werden. Außerdem sei der Übergang in den Gutermannweg sehr gefährlich.

Eine andere Bürgerin bemängelt die fehlende Anbindung des Wohngebietes an das Stadtbussystem. Dies sei für ältere Bewohner und im Hinblick auf eine Entlastung des Individualverkehrs in der Stadt von großer Bedeutung.

Kritisiert wurden auch die schlechte Bauausführung der Bürgersteige und der Straßenausbau allgemein. Besonders ärgerlich empfindet ein Anwohner, dass die Stadt auf Anfragen nicht reagiere.

Im Kreuzungsbereich Luise-Frey-/Lorenz-Dey-Straße befinden sich stark frequentierte Spielzonen. Hier wird seiner Meinung nach zu schnell gefahren und damit das Leben von Kindern gefährdet. Er regt an, den Verkehr durch Straßenaufbauten zu verlangsamen.

Einem anderen Bürger ist die unzureichende städtische Straßenpflege im Bereich der Friedhofstraße ein Ärgernis. Der Bürgersteig sei dort durch Unkrautbewuchs derart zugewachsen, dass man auf die Straße ausweichen müsse, was insbesondere für Kinder gefährlich sei.

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