Für Vielfalt und Gleichberechtigung

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Seit 2017 arbeiten die Roten Teufel Bad Nauheim daran, ihren Nachwuchsverein inklusiv und diversitär aufzustellen. Besonders die Programme zur Integration und Inklusion des Landessportbundes Hessen und des Olympischen Sportbundes (DOSB) sind dabei eine große Hilfe.

Seit 2017 arbeiten die Roten Teufel Bad Nauheim daran, ihren Nachwuchsverein inklusiv und diversitär aufzustellen. Besonders die Programme zur Integration und Inklusion des Landessportbundes Hessen und des Olympischen Sportbundes (DOSB) sind dabei eine große Hilfe.

Auch der Deutsche Eishockey Bund hat das Thema Diversity (Vielfalt) 2019 in sein Sternekonzept aufgenommen und so können die Roten Teufel als einer der ersten Vereine von sich sagen, dass sie bereits eine Diversity-Beauftragte in ihrem Verein haben. Denn die Nachwuchsarbeit erfordert neben dem leistungsorientierten Teamsport auch eine gelungene und positiv gestaltete Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen. Auch die Familien der jungen Teufel können dabei miteinbezogen werden.

"Uns ist es wichtig, unseren Mitgliedern auf Augenhöhe zu begegnen, deren Bedürfnisse zu erfahren und ihnen entsprechende Angebote zu machen", sagt Vorstandsvorsitzender Thorsten Sacher.

Neben einem Diversity-Konzept, welches für alle Mitglieder maßgeblich ist, gehört dazu auch die Arbeit auf und neben dem Eis. Zum Beispiel konnten Betreuer und Trainer der Nachwuchsteams an einer "Fit für die Vielfalt"-Schulung teilnehmen, organisiert und finanziert in Zusammenarbeit mit dem hessischen Sportbund sowie dem DOSB.

Auch eine Hausaufgabenbetreuung wurde zweimal in der Woche installiert und der Nachwuchsverein möchte sich zukünftig stärker für seine Mitglieder während der Sommer- und Winterferien engagieren.

Verein will Vorbild sein

Das erfordert eine Menge zusätzliche Arbeit. Daher wurde Elena Karl, inklusive Pädagogin und Mitbegründerin des Diversity-Konzeptes der Roten Teufel, zur Diversity-Beauftragten ernannt. Daneben steht der Wetteraukreis dem Verein mit dem Integrationsbeauftragten Josef Bercek und dem WIR-Koordinatoren Maren van Severen zur Seite, um das Konzept umzusetzen und auszugestalten.

Das Konzept sieht Diversity als wechselseitigen Prozess der Annäherung mit dem Ziel der gleichberechtigten Teilhabe aller Mitglieder in allen Bereichen des Vereins. Der Begriff steht für demokratische Grundwerte, Toleranz, Solidarität und Gleichberechtigung. Die Eishockeygemeinschaft integriert Mitglieder unterschiedlichster Herkunft, unabhängig von religiöser Überzeugung, körperlicher Konstitution und kulturellen Wurzeln.Wichtige Themen sind unter anderem partnerschaftliche Zusammenarbeit, Fairplay, ein respektvolles Miteinander und Zivilcourage. Der Verein spricht sich konsequent gegen jede Form von Diskriminierung und Rassismus aus. Er unterstützt in Not geratene Menschen und ist aktiver Partner im Bereich sozialer und karitativer Projekte.

Die Roten Teufel Bad Nauheim wollen sich als Botschafter für Vielfalt, Diversity und Inklusion in der Region positionieren. Man hoffe, dass sich weitere Vereine mit dem Thema auseinandersetzen und die Möglichkeiten, die Inklusions- und Integrationsprogramme des hessischen Sportbundes sowie des DOSB bieten, für sich nutzen, sagte Sacher. Denn eine aufblühende Vereinskultur in der Region sei für Kinder und deren Familien eine wichtige Sache um sich in ihrer Freizeit sinnvoll und positiv zu beschäftigen. Als Verein nehme man den gesellschaftlichen Auftrag wahr und wolle eine animierende Funktion für andere einnehmen.

Weitere Infos sind auf der Website www.rt-bn.de der Roten Teufel unter der neu gestalteten Rubrik "Powerplay" zu finden.

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