Viel Wissenswertes rund ums schwache Herz

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Bad Nauheim(pm). "Herzschwäche ist eine ernste und tückische Erkrankung, die sich meistens schleichend bemerkbar macht. Pro Jahr müssen rund 465 000 Menschen wegen einer Herzschwäche im Krankenhaus behandelt werden, rund 40 000 sterben daran", heißt es in einer Pressemitteilung der Bad Nauheimer Kerckhoff-Klinik, in der es um die bevorstehenden Herzwochen geht. Unter dem Motto "Das schwache Herz" im Rahmen der Herzwochen der Deutschen Herzstiftung engagiert sich die Kerckhoff-Klinik bei der bundesweiten Aufklärungskampagne.

Eine chronische Herzschwäche beginnt zumeist unauffällig mit Atemnot und einer Abnahme der allgemeinen Leistungsfähigkeit. Die ersten Beschwerden sind meistens recht unspektakulär. Beispielsweise schafft man die Bergwanderung nicht mehr, zu Bus und Bahn rennt man nicht mehr, weil man schnell außer Atem kommt. Treppensteigen ist nicht mehr ohne Pause möglich, weil die Luft ausgeht. Man ist müde, abgeschlagen, an den Fußgelenken sammeln sich Flüssigkeitseinlagerungen, die wie Schwellungen aussehen: sogenannte Ödeme.

Keine normale Alterserscheinung

Ein großes Problem: Viele Betroffene nehmen solche Symptome oft als altersbedingt hin. Ihnen ist nicht bewusst, dass sie eventuell an einer ernst zu nehmenden Erkrankung leiden. Allerdings ist das "schwache Herz" keineswegs eine normale Alterserscheinung, vielmehr ist frühzeitiges Handeln gefordert. Denn je früher eine Herzschwäche erkannt und behandelt wird, desto günstiger ist ihr Verlauf und umso höher ist die Lebensqualität der Betroffenen.

Anlässlich der Herzwochen vom 1. bis 30. November bietet die Kerckhoff-Klinik unter der Leitung von Prof. Christian Hamm, Direktor der Abteilung Kardiologie, in diesem Jahr drei Telefonaktionen für Patienten, Angehörige und weitere Interessierte an.

"Unser Ziel ist es, möglichst viele Menschen darüber aufzuklären, wie es zu den bedrohlichen Herzkrankheiten kommt, mit welchen Symptomen sie sich bemerkbar machen, wie die Diagnostik verläuft und welche Therapie sinnvoll sein kann. Da die Corona-Pandemie es dieses Jahr leider nicht zulässt, Experten-Vorträge oder Seminare durchzuführen, bieten wir Patienten, Interessierten und Betroffenen telefonisch die Möglichkeit, sich zu informieren und mit unseren Spezialisten zu sprechen", erläutert Hamm.

Das Herzwochen-Programm der Kerckhoff-Klinik sieht folgendermaßen aus:

Am Dienstag, 10. November, von 17 bis 18 Uhr, gibt es eine Telefonaktion mit dem Schwerpunkt "Ursachen und Begleiterkrankungen der Herzinsuffizienz". Oberarzt Prof. Johannes Sperzel und Oberarzt Dr. Andreas Hain (beide Herzschrittmacherambulanz) geben unter Telefon 0 60 32/9 96 70 01 und Telefon 0 60 32/9 96 70 02 Auskunft und beantworten Fragen.

Am Dienstag, 17. November, folgt von 17 bis 18 Uhr die nächse Telefonaktion - diesmal mit dem Schwerpunkt "Lebensretter Defibrillator bei Herzinsuffizienz". Auch hier stehen die Mediziner Sperzel und Hain unter Telefon 0 60 32/9 96 70 01 und Telefon 0 60 32/9 96 70 02 für Fragen bereit.

Am Dienstag, 24. November, gibt es von 16 bis 18 Uhr eine weitere Telefonaktion. Sie dreht sich um den Schwerpunkt "Diagnostik und Therapie der Herzinsuffizienz. Dr. Andreas Rieth, Bereichsleitung Kardiologische Ambulanz und Herzinsuffizienzambulanz, und Dr. Dr. Matthias Rademann, Oberarzt in der Herzinsuffizienzambulanz, geben unter den Telefonnummern 0 60 32/9 96 70 01 und 0 60 32/9 96 70 02 gerne Auskunft.

Einen wichtigen Appell hat Prof. Hamm schon jetzt an alle: "Hören Sie bitte weiterhin auf Warnsignale Ihres Körpers, gehen Sie bei akuten Problemen zum Arzt oder in die Klinik und vernachlässigen Sie ihre Therapien und Nachsorgeuntersuchungen nicht. Ein unbehandelter Herzinfarkt oder akute Luftnot kann schnell lebensbedrohlich werden, da zählt jede Minute." Und Prof. Dr. Ardeschir Ghofrani, Ärztlicher Geschäftsführer der Kerckhoff-Klinik und Direktor der Abteilung für Pneumologie, ergänzt: "Unser bereits gut etabliertes Schutzkonzept in der Kerckhoff-Klinik ist nochmals verschärft worden. Patienten, die zu uns kommen, können sich sicherfühlen."

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