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Eine Gruppe der jüngst eingetroffenen ausländischen Pflegekräfte hat sich die Teilnahme am Fototermin einrichten können. Mit dabei sind Pflegedienstleiter Mark Griffin und Praxisanleiterin Karina Bugner (2. v. r.).

Verstärkung aus dem Ausland

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Bad Nauheim (pm). Die Situation ist nicht neu, allerdings hat die Corona-Pandemie im Verbund mit den Kontakt- und Alltagsbeschränkungen das Problem stärker in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt: In deutschen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen fehlen zigtausend Pflegekräfte. Zu den zahlreichen Maßnahmen, mit denen das Gesundheitszentrum Wetterau (GZW) dieser Entwicklung gegensteuert, gehört die vor Jahren angebahnte Anwerbung ausländischer Pflegekräfte.

Die ersten sind vor wenigen Wochen eingetroffen.

In einer Pressemitteilung des GZW heißt es: »Phasenweisen Fachkräftemangel gab es in den Kliniken hierzulande während der letzten hundert Jahren immer wieder. Parallel zur Anwerbung der sogenannten Gastarbeiter für die Industrie wurde seit den 1960er Jahren auf die Wellenbewegung in Angebot und Nachfrage im Pflegeberuf mit der Einladung ausländischer Fachkräfte reagiert. So kamen beispielsweise in mehreren Schüben Tausende von philippinischen Pflegekräften ins Land.«

Corona durchkreuzt ursprünglichen Plan

Die im Juli 2019 gegründete »Task Force Personal« des GZW hatte die Mitarbeiterakquise im Ausland von Anfang an als wesentlichen Aspekt ihrer Tätigkeit betrachtet. »Unsere ursprüngliche Planung war, ausgewählte GZW-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter nach entsprechender Kontaktanbahnung ins europäische Ausland zu schicken, um dort vor Ort und persönlich mit Interessentinnen und Interessenten Kontakt aufzunehmen«, erläutert Mark Griffin, Pflegedienstleiter im Bad Nauheimer Hochwaldkrankenhaus.

Als alle Vorbereitungen abgeschlossen waren und die erste Reise eines Mitarbeiters bereits gebucht war, machten die coronabedingten Reisebeschränkungen der »Task Force« einen Strich durch die Rechnung.

Also wurden die Pläne zur persönlichen Vor-Ort-Akquise erst einmal auf Eis gelegt, nicht aber die Bemühungen, Mitarbeiter zu gewinnen. In Gesprächen mit führenden und erfahrenen Anbietern wurden Kontakte nun digital angebahnt, mit dem vollen Programm. Erstgespräche und Auswahlverfahren wurden online durchgeführt, ebenso die Planung von Ankunft, Begrüßung und Einarbeitung.

Anfang März traf der erste dieser neu gewonnenen Kollegen ein, knapp ein Dutzend weitere folgten bislang. Nach der Einarbeitung werden die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die GZW-Krankenhäuser und dort wiederum auf die Stationen verteilt.

»Die Gewinnung zusätzlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist eine Aufgabe, der wir uns mit voller Kraft stellen, damit wir unseren Auftrag, die stationäre Gesundheitsversorgung der Region zu sichern, auch zuverlässig erfüllen können«, betonte GZW-Geschäftsführer Dr. Dirk M. Fellermann. Neben der erheblichen Ausweitung der Ausbildungskapazitäten der Theodora-Konitzky-Akademie sei die Anwerbung ausländischer Mitarbeiter ein wichtiges Instrument, um zum Wohle der Bevölkerung den Bedarf an Fachkräften zu decken.

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