Verordnung: Kita-Betreuung nur im Notfall

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Bad Nauheim (pm). Das Land Hessen hat über weitere Verordnungen im Umgang mit der Pandemie informiert. Wichtig dabei sei, angemessen auf die weiter steigenden Zahlen zu reagieren, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Bad Nauheim. Daher hat die Landesregierung erneut an Eltern appelliert, die Kleinsten nach Möglichkeit zu Hause zu betreuen.

Auch Bürgermeister Klaus Kreß und Erster Stadtrat Peter Krank bitten die Eltern darum, den Nachwuchs - wann immer es möglich ist - zu Hause zu lassen und nicht in den Kindergarten zu bringen. »Das trägt zur Verringerung der Infektionszahlen bei. Jede Ansteckung weniger zahlt letztendlich auf eine geringere Inzidenz ein.«

Gebühren werden zurückgezahlt

Da die Tagesstätten nur in Fällen dringender Betreuungsnotwendigkeit in Anspruch genommen werden sollten, wird die Stadtverwaltung für Zeiten, in denen Kinder zu Hause betreut werden, keine Kita-Gebühren berechnen. Auch diese Regelung ist nach Angaben von Krank in einer Verordnung des Landes festgehalten, die ab Montag, 19. April, gilt. Die kompletten Elternbeiträge werden automatisiert im Voraus eingezogen, eine Rückzahlung erfolgt später.

Außerdem wurde vom hessischen Sozialministerium ein besonderer »Einrichtungsschutz« per Verordnung festgelegt. Damit erlässt das Land ein individuelles Betretungsverbot für Kinder von engen Kontaktpersonen infizierter Personen ersten Grades, die derzeit einer Quarantäne unterliegen. Ab Montag, 19. April, gilt somit auch für alle Bad Nauheimer Kindertagesstätten in folgenden Fällen ein Betretungsverbot für Kinder:

Wenn die Angehörigen des gleichen Hausstandes Covid-19-Symptome aufweisen. Es sei denn, es liegt ein tagesaktueller negativer Antigen-Schnelltest vor.

Wenn Angehörige des gleichen Hausstandes einer individuell angeordneten Quarantäne aufgrund einer möglichen Infektion mit SARS-CoV-2 unterliegen.

Wenn für die Kinder oder einen Angehörigen ihres Hausstandes ein positives Testergebnis eines Antigen-Schnelltests oder Selbsttests vorliegt. Es sei denn, es liegt das negative Ergebnis eines frühestens am Vortag durchgeführten negativen PCR-Tests vor.

Umfangreiches Testangebot

In den Kinderbetreuungs-einrichtungen gibt es weiterhin ein regelmäßiges Testangebot für Erzieher und Erzieherinnen. Das Land hat dem Personal dafür zwei Schnelltests pro Woche zur Verfügung gestellt. »Ergänzend bieten wir den Mitarbeitern einen weiteren Test pro Woche in unserem Testcenter am Sprudelhof an«, sagt Jochen Mörler, Fachbereichsleiter Soziales.

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