Frauen-Notruf

Vergewaltigungsopfer nutzen vemehrt Hilfsangebote

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17 vergewaltigte Frauen haben im vergangenen Jahr am Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim die Spuren der Tat vertraulich sichern lassen. Opfer können sich nach einer Vergewaltigung medizinisch versorgen lassen, ohne eine (sofortige) Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Das ist das Angebot des Frauen-Notrufs, der nun seinen Jahresbericht 2017 veröffentlich hat. "Die meisten der Betroffenen waren jünger als 20 Jahre. Seit dem Beginn des Angebots im Jahr 2015 hat sich gezeigt, dass dieses eine Versorgungslücke in der Region schließt", sagt Jeanette Stragies vom Frauen-Notruf Wetterau.

17 vergewaltigte Frauen haben im vergangenen Jahr am Hochwaldkrankenhaus Bad Nauheim die Spuren der Tat vertraulich sichern lassen. Opfer können sich nach einer Vergewaltigung medizinisch versorgen lassen, ohne eine (sofortige) Anzeige bei der Polizei zu erstatten. Das ist das Angebot des Frauen-Notrufs, der nun seinen Jahresbericht 2017 veröffentlich hat. "Die meisten der Betroffenen waren jünger als 20 Jahre. Seit dem Beginn des Angebots im Jahr 2015 hat sich gezeigt, dass dieses eine Versorgungslücke in der Region schließt", sagt Jeanette Stragies vom Frauen-Notruf Wetterau.

Neben der Beratung von Gewaltopfern war auch die Präventionsarbeit ein Arbeitsschwerpunkt. Der Fokus lag in diesem Jahr auf "Gewalt in der Welt von jugendlichen Mädchen und Jungen". Laut einer aktuellen Studie mache jedes zweite Mädchen (bei den Jungen 40 Prozent) schon in jungen Jahren Erfahrungen mit nichtkörperlicher sexualisierter Gewalt. 23 Prozent gaben an, bereits körperlicher Gewalt ausgesetzt zu sein. "Diese Zahlen zeigen, dass Lehrkräfte und Eltern dringend Informationen brauchen, um auf diese Entwicklung reagieren zu können. Wichtig ist außerdem, Präventionsarbeit an Schulen zu etablieren." Besonders Mädchen und Frauen mit Behinderung erlebten deutlich häufiger Gewalt. Aus der Arbeit im Netzwerk "Suse – sicher und selbstbestimmt. Frauen und Mädchen mit Behinderung stärken" sei das Projekt "Die starke Suse" hervorgegangen, bei dem in Workshops Möglichkeiten vermittelt wurden, um sich vor sexualisierten Übergriffen zu schützen.

Der Jahresbericht steht auf der Homepage www.frauen-notruf-wetterau.de zum Abruf bereit oder ist in gedruckter Version beim Frauen-Notruf erhältlich. Die Beratungsstelle in Nidda, Hinter dem Brauhaus 9, kann werktags von 9 bis 13 Uhr, mittwochs zusätzlich von 15 bis 19 Uhr, erreicht werden. Tel. 0 60 43/44 71 oder E-Mail an info@frauennotruf-wetterau.de.

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