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Die mehr als 150 Kilo schwere Kugel ist im Goldsteinpark von Apollos Hand gestoßen worden.

Im Goldsteinpark

Vandalismus in Bad Nauheim: Apollo-Statue wieder ohne Sonnenkugel

  • VonRedaktion
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Erneut haben Unbekannte im Bad Nauheimer Goldsteinpark die Sonnenkugel von der Hand der Apollo-Statue gestoßen. Der Ärger darüber ist groß.

Es ist ein schlechtes Déjà-vu: Wie im vergangenen Juni haben Vandalen vor wenigen Tagen gewaltsam die Sonnenkugel von der Hand der Bronzestatue »Apollo« im Goldsteinpark gedrückt. Die Statue ist Teil des Planetenwanderwegs, der für die Landesgartenschau 2010 installiert worden ist.

»Mir fehlen dazu wirklich die Worte. Diese wiederholte, blinde Zerstörungswut ist nicht nur eine bodenlose Unverschämtheit und Dummheit, sie ist Sachbeschädigung am Eigentum aller Bürger/innen unserer Gesundheitsstadt. Das erneute Verankern kostet die Stadt und die Volkssternwarte Wetterau e. V. eine nicht unwesentliche Summe«, zeigt sich Bürgermeister Klaus Kreß empört.

Gefahr, wenn die Kugel rollt

Die über 150 Kilo schwere Edelstahlkugel sei vor rund einer Woche, nach dem letzten Vorfall, wieder auf der Hand des Sonnengottes befestigt worden, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt Bad Nauheim. Die Mitarbeiter des Bauhofs hatten die Kugel durch einen massiven Metallstab verankert, der von der Kugel durch den Unterarm der Figur in das Fundament der Statue führte.

Doch Apollo konnte sich nur kurz an seiner Sonne erfreuen. Schon am vergangenen Wochenende kam es erneut zu Vandalismus, der den Mitarbeitern des Kur- und Servicebetriebs und den Mitgliedern der Volkssternwarte am Montagmorgen auffiel.

Vermutlich durch Muskelkraft mehrerer kräftiger Menschen sei die Sonnenkugel inklusive Stab gewaltsam heruntergedrückt worden, heißt es weiter. Dabei sei die Kugel zwar mit der Figur verbunden geblieben, allerdings sei ein Finger von Apollo abgebrochen, und die Stabkonstruktion sei zerstört worden.

»Die Vandalen sind diesmal noch brachialer vorgegangen. Nicht nur, dass der Bronzefinger nun durch ein Spezialverfahren wieder angeschweißt werden muss, auch die Haltekonstruktion muss aufwendig und zeitintensiv instand gesetzt werden. Eine absolut unnötige Aktion«, zeigt sich Steffen Schneider, Fachbereichsleiter Kur- und Servicebetrieb, enttäuscht. Ein paar Monate zuvor wurde die Sonne schon einmal von der Hand gestoßen und kugelte den Hang im Goldsteinpark hinunter. Eine wirklich gefährliche Situation, da die große Stahlkugel einen Menschen hätte überrollen können. Daraufhin kam es zur ersten Befestigung durch den Bauhof.

Belohnung ist ausgesetzt

Die Stadt und die Volkssternwarte Wetterau setzen nun alles daran, die Täter zu fassen. Schneider: »Wie in den vorangegangenen Vorfällen haben wir auch diesmal wieder Anzeige gegen Unbekannt erstattet. Zudem setzt der Kur- und Servicebetrieb zusammen mit der Volkssternwarte eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für sachdienliche Hinweise aus. Wem etwas am vergangenen Wochenende aufgefallen ist, der kann sich an den städtischen Kur- und Servicebetrieb unter 0 60 32/34 36 00 oder an jede Polizeidienststelle wenden.«

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