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Über die Schatzkästchen des Lebens

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Von: red Redaktion

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Bei der Ausstellung »Was bleibt. Weitergeben, Schenken, Stiften und Vererben.« geht es auch um die Frage, welche Schätze man weitergeben möchte. © pv

Bad Nauheim (pm). Woran erinnern wir uns, wenn wir auf unser bisheriges Leben zurückschauen? An den geliebten Teddy aus der Kinderzeit, an das Gute-Nacht-Gebet mit unseren Eltern oder an den leckeren Apfelkuchen der Großmutter? Der Blick zurück aufs eigene Leben ist sehr persönlich und individuell. Oft sind es schöne Erinnerungen an Menschen, Ereignisse und Geschichten, die wir dauerhaft mit uns tragen.

Genau so vielfältig ist eine Ausstellung, zu der die evangelische Kirchengemeinde Bad Nauheim herzlich einlädt - der Titel lautet: »Was bleibt. Weitergeben, Schenken, Stiften und Vererben.«

Die Ausstellung wird am Sonntag, 19. Februar, mit einem Gottesdienst mit anschließender Vernissage von 10 bis 12 Uhr eröffnet. Mit dabei sind unter anderem Dekan Volkhard Guth und Laura Gleichmann, Referentin Mitgliederorientierung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau. Bis zum 12. März ist die Ausstellung in der Dankeskirche zu sehen.

Gottesdienste, Gespräche, Vorsorge

Die Kirchengemeinde schreibt in ihrer Ankündigung: »Hier erfahren Sie, welche Erinnerungen verschiedene Menschen bewegen und begeistern. Welches sind Ihre Schätze, die Sie weitergeben möchten? Überlegen Sie gemeinsam mit uns, was ganz persönlich in Ihrem Leben wichtig ist und auch bleiben soll, damit es weiter wirken kann. Nutzen Sie gerne auch das Angebot des Vorsorgeordners ›Nicht(s) vergessen‹, den Sie im Rahmen der Ausstellung kennenlernen können.«

Mit dieser Ausstellung lädt die evangelische Kirchengemeinde Interessierte ein, über das Weitergeben in seinen vielen Formen ins Gespräch zu kommen. Das begleitende Programm mit Informationsveranstaltungen, Gesprächsangeboten und Gottesdiensten bietet darüber hinaus Gelegenheit, sich zum Beispiel über die Themen Testament, Vollmachten und Patientenverfügung zu informieren.

Auch über Wohnen im Alter und Abschied im interkulturellen Bereich können die Besucher mehr erfahren, ebenso über die Arbeit eines Bestatters und eines Palliativteams. Darüber hinaus lädt die Kirchengemeinde zu einem Kinoabend mit anschließendem Gespräch über die wichtigen Meilensteine im Leben und zu einem informativen Spaziergang über den Bad Nauheimer Friedhof ein. Bei einem offenen Singen lernen die Teilnehmer alte und neue Abschiedslieder kennen und sie können an einem Apfelkuchenessen teilnehmen.

Der Titel »Was bleibt.« habe ganz bewusst einen Punkt am Ende, schreibt die Kirchengemeinde. »In diesem Punkt konzentriert sich die christliche Botschaft, die Zusage Gottes: Du bleibst auch nach dem Ende dieses Lebens in meinem Gedächtnis und in meiner Liebe. Auch wenn Du nichts Materielles zu vererben hast, bleibt von Dir die Spur der Liebe, die Du hinterlassen hast - das Gute, dass Du anderen hast zukommen lassen.«

Wer sich über das Konzept der Ausstellung oder den Inhalt des Vorsorgeordners informieren möchte, findet weitergehende Informationen unter www.was-bleibt.de und www.nichtsvergessen.de. Das Begleitprogramm findet man über die Website www.evangelisch-in-bad-nauheim.de.

Katrin Lindow-Schröder

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