Der alte und der neue Vorstand mit den Abteilungsleitern (von links): Christoph Dietz, Beate Dietz, Elke Ratz, Frank Berger, Berthold Kalunka, Markus Philipp, Alexander Geß, Elke Holtzem, Wolfgang Diny, Gabi Weimar, Brunhilde Frohm, Erich Hartmann, Siggi Bläsche und Jürgen Kirstein.
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Der alte und der neue Vorstand mit den Abteilungsleitern (von links): Christoph Dietz, Beate Dietz, Elke Ratz, Frank Berger, Berthold Kalunka, Markus Philipp, Alexander Geß, Elke Holtzem, Wolfgang Diny, Gabi Weimar, Brunhilde Frohm, Erich Hartmann, Siggi Bläsche und Jürgen Kirstein.

TSV-Mitglieder können aufatmen

Bad Nauheim–Nieder-Mörlen (vpf). Große Erleichterung beim TSV Nieder-Mörlen: Nach einem Jahr vergeblicher Suche wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung am Sonntag in der Frauenwaldhalle ein Nachfolger für den 1. Vorsitzenden Markus Philipp gewählt, und zwar einstimmig.

Der neue Mann an der Spitze des größten Vereins der Kurstadt heißt Wolfgang Diny und ist derzeit als Lehrer am Burggymnasium in Friedberg tätig. Im Sommer geht er in den Ruhestand und ist daher auf der Suche nach neuen Herausforderungen.

Als Siggi Steffens, der am Sonntag zum Wahlleiter ernannt wurde, offiziell den Tagesordnungspunkt acht der Jahreshauptversammlung ankündigte, wurde es mucksmäuschenstill im Saal. Nachdem die Leiter der Abteilungen Volleyball, Wandern, Tischtennis, Handball und Turnen ihre Jahresbericht vorgetragen hatten, stand die mit Spannung erwartete Wahl des neuen Vorsitzenden an. Zwar hatte Markus Philipp bei seiner Begrüßung bereits angekündigt, die Suche nach einem Nachfolger sei endlich erfolgreich gewesen, um wen es sich handelte, war den etwa 60 erschienenen Mitglieder jedoch nicht bekannt.

Wolfgang Diny, der dann zur Vorstellung ans Mikrofon trat, war für viele Anwesende ein unbeschriebenes Blatt. Für seine Bereitschaft die Philipp-Nachfolge zu übernehmen, gab es spontanen Applaus. Der Sport- und Politiklehrer stellte in kurzen Worten seine Vita vor und schilderte die Beweggründe für die Kandidatur: "Initialzündung war der Artikel in der WZ. Ich dachte mir: Das ist ein so toller Verein, und es findet sich niemand, der sich engagieren möchte – da muss man doch etwas machen." Da sich der 63-jährige Vater und Großvater auch in seinem Ruhestand weiterhin mit dem Thema Sport beschäftigen möchte, kam er auf die Idee, sich beim TSV zu engagieren. Der Lehrer kontaktierte Markus Philipp, beide führten einige Gespräche, schließlich stand der Entschluss fest. "Ich möchte mit Ihnen allen in diesem und für diesen Verein arbeiten", schloss Diny seine Vorstellung.

Die Wahl ging schnell vonstatten. Per Akklamation wurde abgestimmt, keine einzige Hand blieb unten. Diny nahm die Wahl dankend an, es folgten einige Worte seines Vorgängers Markus Philipp: "An dich kann ich den Vorsitz ohne Bedenken weitergeben." Der ehemalige Vorsitzende verabschiedete sich mit einem lachenden und einem weinenden Auge. "Es war eine tolle Zeit, wir haben viel verändert und gezeigt, dass der TSV Leute begeistern kann." Trotz aller Dankbarkeit für die Unterstützung und die angenehme Zusammenarbeit sei er aber auch enttäuscht: "Es betrübt mich schon, dass es ein Verein von über 1000 Mitgliedern nicht geschafft hat, einen Vorsitzenden aus den eigenen Reihen hervorzubringen." Umso gerührter sei er von der Kontaktaufnahme durch Wolfgang Diny gewesen. "Ich wünsche dir eine tolle Zeit im TSV." Wahlleiter Steffens schloss sich an, hofft, dass Diny bei der Führung des TSV "eine glückliche, koordinierende und zukunftsweisende Hand" hat.

Noch kein 2. Vorsitzender

Der neue Vorsitzende, der die Versammlung nun weiterführte, hatte bereits bei seiner ersten Amtshandlung mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. Als er um Vorschläge für Kandidaten für das Amt des 2. Vorsitzenden bat, hagelte es Absagen: Der eine wollte nicht, die nächste gab an, "nicht verkabelt" zu sein, der dritte lehnte sofort vehement ab. Wolfgang Diny zeigte sich enttäuscht. "Lassen Sie mich nicht gleich am Anfang alleine da stehen." Schließlich keimte aber doch ein kleiner Hoffnungsschimmer auf, als einer der Anwesenden ein langjähriges engagiertes Vereinsmitglied vorschlug. Die Dame mittleren Alters zeigte sich zumindest nicht völlig abgeneigt: "Ich finde es spannend, möchte mich aber gerne erst erkundigen, was auf mich zukommen würde. Wenn man mir etwas Zeit gibt, wäre ich gerne bereit, es mir zu überlegen." Der neue Vorsitzende gab ihrer Bitte statt und vertagte die Wahl des stellvertretenden Vorsitzenden.

Kassenwart Christoph Dietz wurde ebenso wie Schriftführerin Elke Holtzem im Amt bestätigt, als Beisitzer wurden Frank Berger (bislang 2. Vorsitzender) und Elke Ratz gewählt.

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