Tiefe Betroffenheit bei Wegbegleitern

Nidda/Bad Nauheim (chh/ihm). Der Schock sitzt tief. Wegbegleiter, Freunde und Kollegen von Wolfgang Potinius zeigen sich betroffen über den Tod des GZW-Geschäftsführers.

Walter Pöllmann war gerade in seinem Geschäft, als ihn ein Kunde auf den Tod eines Niddaer Kommunalpolitikers ansprach. "Ich war zu Tode erschrocken, wusste aber nicht, um wen es sich handelt", sagt der Vorsitzende der Niddaer CDU. Kurze Zeit später habe er durch einen Anruf erfahren, dass es sich bei dem Toten um Potinius handelt. "Das war ein Schock für mich, wir haben viele Jahre zusammengearbeitet", sagt Pöllmann, der den Posten des Vorsitzenden 2010 von Potinius übernommen hatte. "Wir haben uns auch privat gekannt. Ich habe ihn geschätzt und gemocht."

Niddas Bürgermeister Hans-Peter Seum erfuhr aus dem Radio von dem Todesfall. Die Nachricht sei ein Schock gewesen, zumal er Potinius erst vergangene Woche gesehen habe. "Wir hatten eine Sitzung. Ich habe ihm noch alles Gute für das neue Jahr gewünscht." Seum sagt, er habe Potinius als kompetenten Stadtverordnetenvorsteher kennengelernt. "Es ist unfassbar, ich muss das noch verarbeiten."

Auch in Bad Nauheim hat die Nachricht vom Tod Potinius?für Bestürzung gesorgt. Bürgermeister Armin Häuser, der auch Aufsichtsratsvorsitzender des GZW ist, zeigt sich tief betroffen: "Ich kenne ihn seit 25 Jahren, wir waren gut befreundet. Ich werde ihn schmerzlich vermissen." Potinius habe viel für Hochwaldkrankenhaus und GZW geleistet, er sei ein wichtiger Architekt der Gesundheitsstadt gewesen. "Das GZW war sein Lebenswerk. Seine Name wird mit dem Haus immer verbunden bleiben."

Häusers Vorgänger Bernd Witzel hebt ebenfalls Potinius’ Leistung für Bad Nauheim hervor. "Ich habe mit ihm jahrelang gut zusammengearbeitet. Er war nicht nur einer der Motoren der Stadt, sondern auch ein äußerst angenehmer Zeitgenosse." Laut Witzel wird es schwierig, die Lücke zu schließen, die Potinius im GZW hinterlässt. "Seine Kompetenz war einmalig."

Landrat Joachim Arnold ist Vorsitzender der GZW-Gesellschafterversammlung. Auch bei ihm sitzt der Schock tief: "Der Erfolg des GZW wäre ohne ihn nicht möglich gewesen, Wolfgang Potinius hat tiefe Spuren hinterlassen. Der plötzliche Tod eines Menschen, mit dem man viele Jahre zusammengearbeitet hat, mit dem man noch vor Kurzem gesprochen hat, der noch so viele Pläne hatte, macht einen rat- und hilflos. Unsere Gedanken sind jetzt bei seiner Familie."

Der Ärztliche Direktor des GZW, Prof. Dr. Dr. Friedrich Grimminger, bezeichnet Potinius als das Herz und die Seele des GZW. "Wir werden sein Lebenswerk mit all unserer Kraft und in tiefer Anerkennung fortsetzen."

"In Mark und Bein getroffen"

Ulrich Jung, kaufmännischer Geschäftsführer der Kerckhoff-Klinik, ist ebenfalls entsetzt: "Ich bin mehr als persönlich betroffen, Herr Potinius und ich hatten eine sehr kollegiale Zusammenarbeit. Uns verband ein sehr offenes, konstruktives, freundschaftliches Verhältnis. Das Zusammenwirken der beiden Kliniken haben wir mit richtungsweisenden Projekten stabilisiert und aufgebaut.

" Potinius’ Tod sei ein sehr großer Verlust. "Wir hatten noch viele gute Ideen, beispielsweise eine Fachweiterbildungsstätte für Intensivpflege. Ich bin schockiert und kann das für die ganze Kerckhoff-Klinik sagen." Das tiefe Mitgefühl gelte der Frau und der Tochter von Potinius.

Oswin Veith ereilte die Nachricht in Berlin. "Ich habe während der Innenausschusssitzung eine SMS erhalten", sagt der Bundestagsabgeordnete. Zunächst habe er es nicht geglaubt, doch kurz darauf sei ihm der Tod Potinius’ bestätigt worden. "Mich hat es in Mark und Bein getroffen, ich war zutiefst erschüttert." Veith sitzt ebenfalls im Aufsichtsrat des GZW. "Für die Wetterauer Kliniken war er ein absoluter Glücksfall."

"Tief betroffen und schockiert" zeigt sich auch die Vorsitzende der Wetterauer CDU, Lucia Puttrich: "Es ist unfassbar und nicht in Worte zu fassen." Für die gesamte Wetterauer CDU sei die Nachricht ein Schock. "Wolfgang Potinius stand mitten unter uns. Wir verlieren einen engen Freund", erklärt die Staatsministerin. Auch persönlich sei es für sie ein schwerer Schlag: "Er war für mich ein enger persönlicher Freund und eine wirkliche Vertrauensperson, ich bin zutiefst betroffen. In dieser schweren Stunde stehen wir mit unseren Gefühlen und unserer Trauer fest an der Seite seiner Frau, seiner Tochter und seiner Familie."

GZW-Geschäftsführer Wolfgang Potinius (54) erschossen

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