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Thorsten Reichel (l.) übernimmt zum 1. April die Geschäftsführung der Stadtwerke Bad Nauheim; rechts Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Klaus Kreß.

Thorsten Reichel neuer Chef der Stadtwerke

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Bad Nauheim (pm). Bei den Stadtwerken Bad Nauheim steht ein Wechsel an der Spitze an: Dr. Thorsten Reichel wird zum 1. April die Geschäftsführung übernehmen. Nach intensiver Personalsuche habe der Aufsichtsrat einstimmig für den 53-Jährigen votiert, heißt es in einer Pressemitteilung aus dem Rathaus. Reichel folgt auf Peter Drausnigg, der nach knapp fünfjähriger Leitungstätigkeit zu den Stadtwerken Stuttgart wechselt.

Thorsten Reichel hatte an der Justus-Liebig-Universität Gießen Rechtswissenschaften studiert, bevor er als Fachanwalt für Steuerrecht arbeitete und seine berufliche Laufbahn anschließend bei der Ovag entwickelte. Bei dem Energieversorger hatte er mehrere Leitungsfunktionen in den Bereichen Konzernangelegenheiten, Recht und Kommunalmanagement inne und war Prokurist.

Neben seiner langjährigen Branchenkompetenz bringe Reichel hohe Kompetenz und Erfahrung aus diversen technischen Projekten mit, heißt es weiter. »Er befasste sich intensiv mit der Umsetzung gesetzlicher und sonstiger Marktvorgaben, wie beispielsweise der Einführung des intelligenten Messwesens und der Einrichtung von Lade-Infrastruktur für E-Mobilität.« Hervorzuheben seien auch seine Tätigkeiten in der Geschäftsführung der Wettertal Netz Bad Nauheim GmbH & Co. KG und der smartSTADTwerke GmbH & Co.KG.

Aufsichtsratsvorsitzender und Bürgermeister Klaus Kreß zur Personalentscheidung: »Ich habe Herrn Dr. Reichel als einen sehr engagierten sowie ambitionierten und gleichzeitig emphatischen Bewerber kennengelernt, den ich für einen perfekten Geschäftsführer halte, da er über langjährige und breite Branchenerfahrung mit Schwerpunkten in regulierten und kommunal geprägten Märkten in der Energiewirtschaft verfügt.«

Das Auswahlverfahren startete im Dezember durch das Unternehmen »pro search«, das geeignete Kandidaten direkt kontaktierte. Nach persönlichen Interviews wurde der Kandidatenkreis eingegrenzt. Sechs Bewerber stellten sich Ende Januar einem Assessment-Center, das von Matthias Wieliki, Fachbereichsleiter Zentrale Steuerung und Öffentlichkeitsarbeit, konzeptioniert und durchgeführt wurde. Die zwei erfolgreichsten Kandidaten präsentierten sich Anfang Februar dem Aufsichtsrat.

Die Stadtwerk betreiben in der Kernstadt und in Nieder-Mörlen das Stromnetz und im gesamten Stadtgebiet das Trinkwasser- und Erdgasnetz sowie Internetversorgung. In den nächsten Jahren wird der Fokus laut Pressemitteilung weiter auf dem Glasfaserausbau liegen, zudem auf nachhaltigen Energielösungen für Quartiere. »Weiter werden die Neukonzeptionierung und Ausschreibung des Stadtbusses im Hinblick auf alternative Antriebsvarianten sowie neue Mobilitätslösungen wegweisende Projekte sein«, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Auch E-Car- und E-Bike-Sharing sind Themen. Digitalisierungsprojekte, die Versorgung von Neubaugebieten mit umweltfreundlichen Technologien, das Contracting über Fotovoltaikanlagen und Blockheizkraftwerke oder der Ausbau der Lade-Infrastruktur für die E-Mobilität seien weitere wichtige Vorhaben.

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