Mitglieder der FW/UWG befassen sich bei der Versammlung mit zahlreichen politischen Themen. Wichtig dabei: Den erforderlichen Corona-Abstand einhalten. FOTO: PM
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Mitglieder der FW/UWG befassen sich bei der Versammlung mit zahlreichen politischen Themen. Wichtig dabei: Den erforderlichen Corona-Abstand einhalten. FOTO: PM

Therme, Stadion und die Finanzen

  • vonred Redaktion
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Bad Nauheim(pm). "Auch unter den besonderen Bedingungen der Corona-Situation müssen wir politische Arbeit machen können" - so begrüßte Markus Theis als Vorsitzender der FW/UWG Bad Nauheim die zahlreichen Teilnehmer der Mitgliederversammlung. Darunter waren auch drei Neumitglieder, die in den vergangenen Wochen beigetreten waren. Bürgermeister Klaus Kreß gab einen Überblick über die Projekte innerhalb der Stadt. Neubaugebiete, Therme, Sprudelhof, Neubau des Krankenhauses, Verkehr und Eisstadion sind nur wenige Stichworte, die die Bad Nauheimer Verwaltung und Politik beschäftigen.

Kämmerer Peter Krank ging auf die finanzielle Situation ein, die vor Corona als entspannt bezeichnet werden konnte. Nun müsse man alles aber unter dem Gesichtspunkt betrachten, dass es Jahre dauern werde, bis man sich von dem Lockdown und den noch nicht absehbaren Spätfolgen erholt haben werde. Die Hilfen vom Land würden nicht so üppig fließen wie angekündigt, denn es werde eine Verrechnung mit anderen Mitteln geben. Dies alles müsse beim Aufstellen der Haushalte in den nächsten Jahren berücksichtigt werden, was vieles Wünschenswerte nicht mehr machbar werden lasse.

Kreß und Krank waren sich darüber einig, dass man einen zweiten Lockdown nicht mehr verkraften werde, sodass es zu lokalen Eingriffen kommen werde, sollten die Infektionszahlen über die Schwellenwerte steigen.

Markus Theis ging auf einige Punkte aus Sicht der Wählergemeinschaft ein. Bad Nauheim brauche zum Beispiel die Neubaugebiete, um es jungen Familien zu ermöglichen, zu bleiben und ihren Wunsch nach einem Haus erfüllen zu können. Bad Nauheim sei die Stadt im Wetteraukreis mit dem höchsten Altersdurchschnitt. Daher dürfe man die Jungen nicht in andere Gemeinden mit Neubaugebieten ziehen lassen. In Bad Nauheim Süd seien bereits mehr als zwei Drittel der Grundstücke an Bad Nauheimer Einwohner gegangen. In Sachen Krankenhaus sehe man den Wetteraukreis in der Pflicht, seinen Versorgungsauftrag wahrzunehmen, die Stadt fair zu behandeln und deren Interessen zu berücksichtigen.

Die FW/UWG arbeite an einem Eckpunktepapier für die Kommunalwahl, teilte Theis mit. Dieses werde aber wegen der Ungewissheiten aufgrund von Corona erst im nächsten Jahr verabschiedet und veröffentlicht. "Wir wollen den Menschen eine realistisches Bild geben, was wirklich von 2021 bis 2026 noch geht", sagte Theis zu den Mitgliedern. Nach Einbringung des Haushalts für 2021 und der mittelfristigen Finanzplanung werde man Ende des Jahres mehr wissen und keine Versprechungen machen, die völlig unrealistisch seien.

In der anschließenden Diskussion kam zum Ausdruck, dass die Mitglieder der FW/UWG zuversichtlich auf die kommende Kommunalwahl blicken und auch unter Corona-Bedingungen mit den Menschen ins Gespräch kommen wollen. Nach dem offiziellen Teil der Mitgliederversammlung wurden das Grillbüfett eröffnet und die Gespräche in kleinen Gruppen fortgeführt. Zusätzlich bot man noch den Mitgliedern und den dann auch anwesenden Begleitungen eine Fahrt mit einem Elektroauto an, die stark nachgefragt war. Die FW/UWG hat sich dazu entschlossen, auch anderen Interessierten dieses Erlebnis zu ermöglichen - bei Interesse: E-Mail an eauto@fw-bad-nauheim.de senden.

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