Im Winter werden Bagger auf dem Therme-Grundstück tätig.
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Im Winter werden Bagger auf dem Therme-Grundstück tätig.

Bauausschuss

Therme-Planung in Bad Nauheim: Letzte Hürde genommen

  • Bernd Klühs
    vonBernd Klühs
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Einstimmig und ohne Debatte hat der Bad Nauheimer Bauausschuss den Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan »Sprudelhof« gefasst. Damit ist der Therme-Bau planungsrechtlich möglich

Zahlreiche Bad Nauheimer werden sich noch daran erinnern, wie viele Jahre Politiker und Bürger teilweise erbittert über die Zukunft des Thermalbads gestritten haben. Jetzt, wo die letzten Weichen in dem überaus langwierigen Entscheidungsprozess gestellt werden, gibt es keine Fragen mehr. Diesen Eindruck konnten Beobachter jedenfalls in der jüngsten Bauausschuss-Sitzung gewinnen, als der Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan »Sprudelhof« anstand.

Kommt ein solcher Satzungsbeschluss zustande, kann der Bebauungsplan wenig später in Kraft gesetzt werden. Der Bauausschuss hat diesen wichtigen formalen Schritt einstimmig vollzogen - ohne Diskussion. Folgt das Stadtparlament in seiner nächsten Sitzung (26. März, 19.30 Uhr, Trinkkuranlage) diesem Votum, steht dem Bau von Therme (samt Umgestaltung Badehaus 2) sowie Hotel und Tiefgarage nichts mehr im Weg.

Therme Bad Nauheim: Ausschuss hat keine Fragen mehr

Obwohl die parlamentarischen Gremien im Vorfeld dieser Sitzung schon einige Male über die Pläne gesprochen hatten, ist es schon erstaunlich, dass es zu den zahlreichen Einsprüchen, Anmerkungen und Kommentaren der sogenannten Träger öffentlicher Belange sowie einzelner Bürger vonseiten der Ausschuss-Mitglieder praktisch keine Fragen gab. Ein Ausdruck der breiten Zustimmung über alle Parteigrenzen hinweg, der sich die Therme-Planung erfreut.

Bevor sich das Gremium mit diesem Tagesordnungspunkt befasste, wies Bürgermeister Klaus Kreß auf die große Bedeutung des Termins hin. »Sie schaffen damit die planungsrechtlichen Voraussetzungen für ein Großprojekt im Herzen der Stadt«, sagte der Rathauschef.

Er wies auf die »konstruktive und unterstützende Kooperation« mit allen beteiligten Behörden hin, nur deshalb sei der Planungsprozess in diesem hohen Tempo möglich gewesen. Von diesem Lob nahm Kreß die untere Denkmalschutzbehörde ausdrücklich aus. »Diese Behörde hat sich im Detail verloren und eher als Verhinderer denn als Unterstützer betätigt. Ganz im Gegensatz zum Landesamt für Denkmalpflege«, kritisierte der Bürgermeister.

Nach dem Satzungsbeschluss gibt es für einen Baubeginn im nächsten Winter kein planungsrechtliches Hindernis mehr. Die Bauzeit soll zwei Jahre betragen, mit einer Einweihung ist somit zur Jahreswende 2022/23 zu rechnen. Der städtischen Investitionsanteil an dem Mammutprojekt beträgt rund 40 Millionen Euro.

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