Theis sieht sich falsch zitiert

  • vonPetra Ihm-Fahle
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Bad Nauheim(ihm). Im Beitrag "Die umstrittene Ehre" (WZ vom Samstag) wurde ein Zitat von Markus Theis (FW/UWG) aus der Parlamentsdebatte verkürzt wiedergegeben. Es ging um den Lee Boulevard und die Frage, ob eine Straße nach einem General heißen darf, der im 19. Jahrhundert mutmaßlich Sklaven auspeitschen ließ. Hierzu hieß es: "Mathias Müller (Grüne) sah das anders, eine Straßenbenennung sei eine Ehrung. Nicht ohne Grund gebe es keine Adolf-Hitler-Straßen mehr, ›eine Kommune stellt sich zu dieser Person‹. Theis konterte: ›Jeder hat in seinem Leben mal etwas getan, worauf er nicht stolz sein kann.‹ Die Debatte sei überzogen." Tatsächlich hatte Theis gesagt: "Es ist ein Unterschied, ob wir über unsere eigene Geschichte reden oder über eine Geschichte, die schon lange weg ist." Zu General Lee habe er keinen Bezug - er frage sich, wer all das untersuchen wolle. "Dann wäre es besser, keinerlei Namen mehr zu vergeben, denn jeder hat in seinem Leben etwas getan, auf das er nicht stolz sein kann."

Die Amerikaner hätten die Straße so benannt. Die Deutschen bereinigten ihre eigene Geschichte, könnten dies aber "nicht für die ganze Welt tun".

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