Mit Abstand gewählt und fotografiert: Der neue Vorstand des Internationalen Clubs Bad Nauheim wird sich auch weiterhin für die Geschicke des Vereins engagieren. FOTO: PV
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Mit Abstand gewählt und fotografiert: Der neue Vorstand des Internationalen Clubs Bad Nauheim wird sich auch weiterhin für die Geschicke des Vereins engagieren. FOTO: PV

Für Teilhabe am politischen Leben

  • vonred Redaktion
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Bad Nauheim(pm). Zum Abschluss des Jahres hielt der Vorstand des Internationalen Clubs Bad Nauheim (ICBN) ein Resümee des Jahres und zugleich eine Vorschau auf das kommende Jahr.

Wie der Vorsitzende Dr. Bernt Kampmann mitteilt, folgten dem gut besuchten und unterhaltsamen internationalen Neujahrsempfang im Februar, bedingt durch die Corona-Pandemie, nur wenige Veranstaltungen.

Gemeinsam mit dem Ausländerbeirat organisierte und veranstaltete der ICBN ein stilles Gedenken auf dem Aliceplatz am 22. Februar, anlässlich der rassistisch motivierten Morde von Hanau.

Am 13. Juni folgte in Zusammenarbeit mit den Vereinen IKI (Interkulturelle Kompetenz und Integration) und JUKA (Förderverein für Jugendkultur und Jugendarbeit), dem Ausländerbeirat und der Stadt eine Demonstration an der Parkstraße. Man war zusammengekommen, um gegen den gewaltsamen Tod von George Floyd in den USA zu protestieren und ein Zeichen zu setzen für Vielfalt und Zusammenhalt gegen Rassismus und Diskriminierung, für Toleranz und Respekt.

Mit dem Verein IKI arbeitet der ICBN seitdem in einer Arbeitsgruppe zusammen, die sich den Namen "Für Respekt! Gegen Rassismus!" gegeben hat. Diese AG hatte für Oktober einen Vortrag mit dem Konflikt- und Gewaltforscher Prof. A. Zick organisiert; die Veranstaltung wurde jedoch wegen der Pandemie verschoben. Auch das internationale Fest, das von der Begegnung zwischen Menschen verschiedener Nationalitäten und Kulturen lebt, musste wegen der Pandemie abgesagt werden. Viele internationale Vereine warten nun, ob im Sommer 2021 eine Neuauflage, unter veränderten Bedingungen und Beachtung spezieller Hygienevorkehrungen, in der Trinkkuranlage möglich sein wird.

Hilfestellungen und Wahlen

Die internationalen Gartennachmittage, Veranstaltungen gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde im Gemeindegarten am Höhenweg, fielen ebenso aus. Lediglich der monatliche internationale Stammtisch konnte bis im Oktober draußen durchgeführt werden.

Wie Kampmann weiter berichtet, zählten Hilfestellung bei Behördengängen, bei der Arbeits- oder Wohnungssuche sowie die Bemühung um das Bleiberecht von Geflüchteten im vergangenen Jahr ebenso zu den Tätigkeiten des ICBN.

Seit der Mitgliederversammlung am 26. August mit Wahl des neuen Vorstands besteht dieser aus den folgenden sieben Personen: Dr. Bernt Kampmann (Vorsitzender), Ursel Leichtweiß (stellvertretende Vorsitzende), Matthias Küchenmeister (Schriftführer), Norbert Reitz (Kassierer) und dem Beisitzer Ali Bulut sowie den Beisitzerinnen Mahvash Bakhtiari-Schönhals und Rita Orfali.

Bereits zu Beginn des Jahres hatte der Vorstand des ICBN gemeinsam mit dem Ausländerbeirat den Seniorenbeirat der Stadt gebeten, dessen Geschäftsordnung dahingehend zu verändern, dass Wahlrecht und Wählbarkeit von Nicht-EU-Bürgern in dieses Gremium möglich werde. Viele verschiedene Vereine und Institutionen hätten dieses Anliegen unterstützt und den Seniorenbeirat zum Handeln aufgefordert. Aufgrund der besonderen Situation habe darüber nicht mehr vor den Neuwahlen beraten werden können. Mittlerweile jedoch habe der neu gewählte Seniorenbeirat, unter Vorsitz von Hans-Ulrich Halwe, signalisiert, dass Bewegung in die Sache komme. Eine Bearbeitung der zurzeit noch gültigen Geschäftsordnung aus dem Jahr 1991 stehe auf der Agenda, teilte der ICBN mit.

Ausblick auf Kommunalwahl

Die Teilhabe von Menschen verschiedener Nationalitäten am politischen Leben werde auch im aktuellen Jahr im Mittelpunkt der Arbeit des Internationalen Clubs Bad Nauheim stehen. Im Rahmen des Projektes "Demokratie Leben" des Wetteraukreises ist geplant, Vorträge zu organisieren über das politische Leben auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene, auch über die Bedeutung des Wählens oder Nichtwählens oder die Mitbestimmungsmöglichkeiten in beratenden Gremien wie dem Ausländerbeirat.

Bei der Wahl zum Ausländerbeirat, gleichzeitig mit der Kommunalwahl im März, wolle der Klub sehr aktiv sein und Menschen mit ausländischen Wurzeln zur aktiven Teilnahme auffordern, teilte der Verein mit.

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