Suche nach neuem Standort

  • Bernd Klühs
    vonBernd Klühs
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Bad Nauheim (bk). Das stetige Bevölkerungswachstum der Kurstadt stellt die Verwaltung vor besondere Herausforderungen. Denn der Ausbau der Infrastruktur muss Schritt halten, zum Beispiel beim Thema Kinderbetreuung. Für die Bewohner des Neubaugebiets Bad Nauheim Süd, wo immer mehr Häuser bezugsfertig werden, soll eine Übergangs-Kindertagesstätte in Containerbauweise geschaffen werden.

Den Vorschlag des Rathauses, diese Container auf einem Grundstück im Gewerbegebiet an der Frankfurter Landstraße aufzustellen, hat der Haupt- und Finanzausschuss am Dienstagabend allerdings abgelehnt. »Mit einem einstimmigen Beschluss wurde die Vorlage an die Verwaltung zurückgegeben«, berichtet Erster Stadtrat Peter Krank. Er und seine Mitarbeiter müssen jetzt alle Hebel in Bewegung setzen, um schnell eine Alternative zu finden.

Die Notwendigkeit, eine Übergangs-Kita zu schaffen, ist in der Politik unstrittig. So hatte der Sozialausschuss bereits im Februar grünes Licht gegeben. Denn erst in zwei Jahren dürfte das Gebäude der ehemaligen Röntgenbildschirmstelle in der Schwalheimer Straße, das bislang dem Land gehört, von der Stadt erworben werden können. Das Haus soll dann als endgültiger Standort für die zusätzliche Tagesstätte genutzt werden.

Verwaltung steht unter Zeitdruck

Die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses, der am Dienstagabend die endgültige Entscheidung in dieser Sache treffen sollte, störten sich an dem vorgesehenen Standort, der im Gewerbegebiet gegenüber der »Gourmetwerkstatt« (Auf dem Schützenrain) liegt. Die Übergangs-Kita hätte nur wenige Meter von der B 3 und der Frankfurter Landstraße ihre Arbeit aufnehmen müssen. Die Verkehrsanbindung - vor allem für Radfahrer - wäre nicht ideal gewesen. Zudem ist das vorgesehene Grundstück ein ganzes Stück entfernt vom Neubaugebiet Bad Nauheim Süd.

Nach Angaben von Krank wird sich die Suche nach einer Alternative alles andere als einfach gestalten. »Wir haben uns schon überall umgeschaut und alles abgeklappert«, sagt der Erste Stadtrat, der den jetzt vom Ausschuss abgelehnten Standort im Gewerbegebiet als »Notlösung« bezeichnet. Bis dato sei der Verwaltung kein anderes Grundstück bekannt, das infrage komme.

Die Verwaltung steht unter Zeitdruck, denn die Container-Kita, die rund 60 U 3- und Ü 3-Plätze haben wird, soll Anfang Oktober eröffnet werden. Für den Zeitraum bis Herbst 2022 veranschlagt die Stadt Kosten von rund 750 000 Euro

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