Steffen Hensel bleibt Vorsitzender

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Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung der Nachbarschaftshilfe im Erika-Pitzer-Begegnungszentrum sind wichtige Entscheidungen für die Zukunft der Nachbarschaftshilfe in Bad Nauheim getroffen worden. Neben den Berichten des Vorstands standen Vorstandswahlen auf der Tagesordnung. Vorsitzender Steffen Hensel wurde unter anderem in seinem Amt bestätigt.

Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung der Nachbarschaftshilfe im Erika-Pitzer-Begegnungszentrum sind wichtige Entscheidungen für die Zukunft der Nachbarschaftshilfe in Bad Nauheim getroffen worden. Neben den Berichten des Vorstands standen Vorstandswahlen auf der Tagesordnung. Vorsitzender Steffen Hensel wurde unter anderem in seinem Amt bestätigt.

Zunächst gab der Vorsitzende Steffen Hensel einen Überblick über die Arbeit der Nachbarschaftshilfe früher, die Herausforderungen heute und die Arbeit für die Zukunft. Bereits im vergangenen Jahr hat die Nachbarschaftshilfe durch eine neue strukturierte Vereinsordnung für mehr Transparenz der vielfältigen Aufgaben des Vereins gesorgt. Ebenso wurde unter Mitwirkung zahlreicher Mitglieder die neue zukunftsweisende Satzung gemeinsam entwickelt und in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung verabschiedet. Auch war die Umsetzung der Datenschutzverordnung eine besondere Herausforderung, über die die Nachbarschaftshilfe auch andere Nachbarschaftshilfen des Kreises während eines Treffens in Bad Nauheim informierte.

Mehr Hilfesuchende als Helfer

Traugott Arens gab einen Überblick über die digitale Ausrichtung des Büros sowie über die Öffentlichkeitsarbeit. Besonders hervorgehoben wurden die Nutzung der Internetplattform und die Präsenz in den sozialen Medien. Jedoch würden hier noch Unterstützer für die Arbeit gesucht.

Über die Veranstaltungen berichtete Helmut Michatz. Er hob die erfolgreiche Veranstaltung "Greifvogelschau am Goldstein" in Kooperation mit dem Greifvögelverein Bad Nauheim als besonderen Erfolg hervor.

Vorsitzender Hensel dankte im Weiteren dem Büro-Team, das sich an 153 Tagen über 300 Stunden den Anliegen der Mitglieder widmete und insgesamt über 1350 Stunden Hilfeleistung vermittelte. Insgesamt wurde der Vorstand nach dem Bericht des Kassenwartes Reiner Guse entlastet.

Mit Besorgnis stellte der Vorstand jedoch fest, dass der demografische Wandel auch die Nachbarschaftshilfe erreicht habe. Es sei eine Tendenz zu deutlich mehr Hilfesuchenden gegenüber den Hilfeleistenden zu verzeichnen. Auch das Thema Altersarmut stelle für die Hilfeleistungen eine Herausforderung dar, auf die sich der Verein in Zukunft einstellen müsse. Zu diesem Thema hatte der Vorstand als Gast den Vorsitzenden der Nachbarschaftshilfe Oberer-Rheingau, Thomas Eymann, eingeladen.

Eymann berichtete, dass die dortige Nachbarschaftshilfe seit Jahren erfolgreich ein System umsetze, das den ehrenamtlichen Helfern eine Aufwandsentschädigung für ihre Einsätze zahle. Damit seien zwar die Kosten für die Inanspruchnahme der Hilfe für Betroffene gestiegen, doch diese würden teilweise durch Unterstützung auf Basis haushaltsnaher Dienstleistungen sowie nach dem Sozialgesetzbuch ermöglicht. Bei der Beantragung arbeite der Verein eng mit Kommune und Kreis zusammen. Insgesamt würde die Hilfe trotz eines höheren Entgelts gut angenommen werden. Insgesamt habe durch dieses System die Nachbarschaftshilfe ausgebaut werden können und für die Kommune und den Kreis ein wesentlicher Beitrag zur Entlastung in der Betreuung beigesteuert werden.

Die Mitgliederversammlung wählte im Anschluss den neuen Vorstand: Steffen Hensel (Vorsitzender), Traugott Arens (stellvertretender Vorsitzender), Reiner Guse (Kassenwart), Silke Lahr (Schriftführerin) und die Beisitzer Irmgard Guse, Helmut Michatz und Nancy Becher. Als Kassenprüfer wurden Gabriele Arens und Richard Wells gewählt.

Nach Aussprache und mit Blick auf die Entwicklungen beschloss die Mitgliederversammlung zunächst die Erhöhung des Mitgliedsbeitrags ab 2020. Damit soll die Finanzierung für die weitere Arbeit gesichert werden. Außerdem wurde der neuen Vorstand beauftragt, ein Konzept für die Trennung von Punkte- und Bezahlsystem zu erarbeiten und zu erproben. Damit seien die Weichen für eine zukunftsorientierte Nachbarschaftshilfe und die wachsenden sozialen Aufgaben gestellt worden.

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