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Städtische Kulturreihen beginnen wieder

  • VonHanna von Prosch
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Bad Nauheim (hms). Es geht wieder los mit der Kultur in Bad Nauheim. Die städtischen Reihen sind im Juni mit sechs Veranstaltungen im großem Saal der Trinkkuranlage am Start. Auch die Open-Air-Sommerreihe ist in Planung. Allerdings bestimmt das Virus noch immer die Begrenzung der Besucherzahlen und die Vorgaben. Für das Team des Fachdienstes Kultur und Sport keine leichte Aufgabe.

Kinder dürfen sich schon auf Montag und Rabe Socke freuen. Erstmals wird wieder in einem Innenraum gespielt. »Alles Meins!« glaubt der »Kleine Rabe Socke«, der am 7. Juni um 10.30 und 15.30 Uhr auf der Bühne steht. In dem Kinderstück (ab 4 Jahre) mit dem Theater Mario lernt er, dass man nicht alles haben kann und Grenzen respektieren muss, wenn man Freunde haben will.

Reihe Geschichte verschoben

Vormerken können sich die Eltern schon Montag, 5. Juli, denn dann kommt der Kinderbuchklassiker »Der Grüffelo« mit dem musikalischen Theater Karo Acht nach Bad Nauheim. Hier spielt als ehemaliges TAF-Mitglied die Bad Nauheimerin Julia Solórzano mit, die inzwischen als Theaterpädagogin in Hildesheim lebt.

Zwei ausgefallene Termine der philosophischen Reihe werden jetzt nachgeholt. Am Freitag, 11. Juni, beschäftigt sich Professor Dr. Michael Forster von der Universität Bonn um 19.30 Uhr mit »Herders Revolution und die Auswirkungen der Geisteswissenschaften«.

Zwei Wochen später, am 25. Juni, ist Professor Dr. Paul G. Ziche aus Utrecht zu Gast und referiert über Schelling und die »Philosophie der Grenzphänomene«.

Musik-philosophisch wird es am Sonntag, 27. Juni, 16 Uhr, mit der Kabarettistin Tina Teubner, Geiger Stephan Picard und dem Pianisten und Autor Ben Süverkrüp. In »Herkules - Von der Sehnsucht ein Mensch zu sein«, konfrontiert das Musikgedankentheater das Publikum mit existenziellen Fragen. Mit Werken unter anderem von Bach, Schubert, Franck, Brahms erzählen Literatur und Musik eine Geschichte, die mit Worten allein nicht zu fassen ist..

Komplett ins Jahr 2022 verschoben wurde die geplante Vortragsreihe Geschichte über China, da sie zusammenhängend bleiben sollte. So wurden kurzfristig lokale Themen aufgegriffen, wie »Die Nauheimer Saline von den Kelten bis zur Gegenwart« mit Dr. Thomas Schwab am Montag, 28. Juni, um 19.30 Uhr.

Und zum Monatsabschluss am 30. Juni, 20.30 Uhr eine Höhepunkt der Kleinkunstszene: Das Duo Luna-Tic mit »Heldinnen - Olli & Claire spielen Antigone«.

Planungen sind schwierig

Der Blick in die Wunschliste für die Sommerreihe verrät viel Musik. Sie wird mit dem TAF veranstaltet, und jeden Donnerstag in den Schulsommerferien Open Air präsentiert. Aber die Planungen sind schwierig. »Manche Künstler wollen noch nicht wieder auftreten, bei prominenten ist das finanzielle Risiko für die Stadt zu groß, weil wir noch nicht wissen, wie viel Personen im August in der Trinkkuranlage zugelassen sind«, erklärt Björn Kral vom Fachdienst Kultur die Situation. Außerdem hat sich im vergangenen Jahr gezeigt, dass die Konzertmuschel durch die große Distanz nicht für Künstler geeignet ist, die vom direkten Kontakt zum Publikum leben, weil Spontaneität und Pointen Nähe brauchen.

Gut sieht es aus für die gerade angesagte deutsche Liedermacherin Alin Coen und für Dota und ihre Band, die sich mit zeitkritischen Texten musikalisch zwischen Bossa Nova und Jazz bewegt. Mit anderen Künstlerinnen und Künstlern sei das Team des Fachdienstes in Verhandlungen.

Was den Raumbedarf für kleinere Veranstaltungen angeht, entwickelt sich die Interimsspielstätte im ehemaligen Restaurantbereich der Trinkkuranlage gut. Allerdings gibt es hier von der Elektrik bis zur akustischen Optimierung noch viel zu tun, sodass wohl erst ab Herbst eine Nutzung möglich wäre.

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